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Begriffserklärungen

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abiotische Faktoren Wirkungen der unbelebten Natur (z. B. Klima, Boden, Relief) auf die Organismen.
-> biotische Faktoren
Adaption Angleichung (aktiv und passiv) der Organismen an ihre (unbelebte und belebte) Umwelt und deren Änderungen, mit dem Ziel, den vollständigen Ablauf der Lebensfunktionen zu gewährleisten.
Äschenregion Kleine Flußläufe unterhalb der Forellenregion und oberhalb der Barbenregion. Charakterisiert durch sauerstoffgesättigtes Wasser über Sand und Kies welches sich im Sommer selten über 150C erwärmt mit maximaler Fließgeschwindigkeit von1 m/s. Beispiele für typische Fischarten sind Äsche, Schneider, Nase, Gründling, Döbel.

In Baden-Württemberg natürlich erhaltene Abschnitte der Donau, des Hoch- und südlichen Oberrheins, des oberen Neckar und weite Teile von Enz, Wiese, Kinzig und Wutach. Hier lagen im Rhein und seinen Nebenflüssen die bevorzugten Laichplätze von Lachs und Meerforelle.
-> Fließgewässergliederung,->Barbenregion,->Forellenregion, ->Salmonidenregion, -> Rhithral

Akarizid Chemischer Stoff zur Bekämpfung von Milben.
->Biozid, -> Pestizid
allochthon von außerhalb eines bestimmten Gebietes stammend, gebietsfremd
-> autochthon
Altarm Ehemalige Haupt- oder Nebengerinne eines Stromes mit ständigem Anschluß des Oberflächenwassers an den Hauptstrom.
->  Altrhein,->  Altwasser
Altaue Zwischen dem Haupthochwasserdamm oder hohen Sommerdämmen und dem Hochgestade liegende Niederungsteile der Aue, die nicht mehr von Überflutungen durch den Rhein erreicht werden.
-> Aue, -> Haupthochwasserdamm, -> Hochgestade, -> Niederung, -> Sommerdamm
Altersklassenwald Der Altersklassenwald besteht aus großflächigen oder zumindest bestandsweise voneinander getrennten jeweils relativ gleichaltrigen Waldbeständen.
Altholz Baumbestand mit nachlassender Vitalität und höherem Totholzanteil (absterbende starkstämmige Bäume und abgestorbene Äste). Der Beginn dieser Phase läßt sich nicht einem bestimmten Baumalter zuordnen. Er ist von verschiedenen Faktoren (z. B. Baumart, Standort) abhängig. Aus forstlicher Sicht sind die Bestände bereits vor Beginn dieser Altersphase hiebreif.
-> Totholz
Althrein Oberbegriff für Altarme und Altwasser des Rheines.
-> Altarm, -> Altwasser
Altwasser Ehemalige Haupt- oder Nebengerinne eines Stromes ohne oder mit nur gelegentlichem Anschluß (Überflutung) an das Oberflächengewässer des Hauptstromes.
-> Altarm, -> Altrhein
amiktisch Seen, in denen infolge ständiger Eisbedeckung (Arktis, Antarktis, Hochgebirge) keine Zirkulation stattfindet.
-> Zirkulation
amphibisch

1. Lebewesen, das bestimmte Lebensphasen im Wasser, andere an Land verbringen muß (z. B. Libellen),

2. Pflanzen, die im Wasser (Wasserform) und an Land (Landform) leben können.

3. Bezeichnung für Grundwasser- und Überflutungsböden.

4. Lebensraum der meist überflutet wird, gelegentlich aber auch trocken-fällt (z. B. Ufer).

->Bodentypen, -> Lebensraum

anadrom Bezeichnung der Wanderung von Fischarten die zum Laichen vom Meer flußaufwärts also vom Salzwasser ins Süßwasser ziehen (z.B. Lachs).
-> katadrom
Anmoor Übergangsbildung zwischen Moor- und Mineralboden mit 15 bis 30 % Hu-musanteil, meist unter stark wechselndem Grundwassereinfluß entstanden.
Ansalbung Bewußte Anpflanzung einer Wildpflanze an einem mehr oder weniger geeigneten Standort.
anthropogen Menschlich bedingt, durch die Einwirkung/Tätigkeit des Menschen bedingt.
Areal = Verbreitungs-gebiet Raum, der von den Individuen einer Art entsprechend ihrer Lebensan-sprüche bewohnt werden kann.
-> Biotop, -> Habitat, -> Verbreitung
Art Gesamtheit der Individuen, die sich auf natürliche Weise untereinander uneingeschränkt fortpflanzen und in allen typischen Merkmalen untereinander und mit ihren Nachkommen übereinstimmen.
-> Ökotyp
Artenmannigfaltigkeit Ausdruck für die Quantität der Arten

1. innerhalb der taxonomischen Gruppe von Organismen (Gattung, Familie, Ordnung, Klasse, Stamm),

2. innerhalb einer Biozönose = Artenvielfalt.
-> Art, -> Artenvielfalt, -> Biozönose

Artenschutz Aufgabenbereich des Naturschutzes mit dem Ziel, den Gesamtbestand an wildlebenden Tier- und Pflanzenarten innerhalb ihres natürlichen Areals in ihrer gegebenen Vielfalt so zu erhalten und zu fördern, dass die Evolution der Arten gesichert bleibt.
-> Areal, -> Art, -> natürlich, ->  Naturschutz
Artenvielfalt Ausdruck für die Quantität der Artenzusammensetzung einer Biozönose.
-> Art, -> Artenmannigfaltigkeit,-> Biozönose
artgemäß = artgerecht Den natürlichen Ansprüchen, Eigenschaften und Reaktionen einer Art entsprechend.
-> Art, -> Artenschutz, -> Umwelt
Aspekt Erscheinungsbild eines Ökosystems zu einer bestimmten Jahreszeit.
-> Ökosystem
Assoziation Eine Assoziation ist die kleinste pflanzensoziologische Einheit (Gesell-schaft), welche noch mindestens ein einzige Art enthält, die in dieser Einheit ihren eindeutigen Schwerpunkt des Vorkommens hat (Charakterart).
-> Pflanzensoziologie, -> Art, ->Pflanzengesellschaft
Aue Talzone, die innerhalb des Einflußbereiches von Hochwässern liegt.
-> Altaue, -> Überflutungsaue, -> Hartholzaue, -> Weichholzaue
Auengley Bodenaufbau wie Brauner Auenboden. Oberboden meist aus feinem Bodenmaterial (Schluffe bis Lehme). Mit höherem Humusgehalt (> 8% unter Wald ist die Regel) als Brauner Auenboden. Wichtigstes Kriterium ist hoher Grundwasserstand über die längste Zeit des Jahres (erkennbar an der Grenze Go/Gr-Horizont) von oberhalb 8 dm unter Geländeoberkante; der normale Auengley weist keine anhydromorphen Merkmale in den obersten 4 dm auf, bei höheren Grundwasserständen wird je nach Höhe der Obergrenze des Gr unterschieden in:

Nassgley mit Horizontabfolge Go-Ah/Gr <4 dm
Anmoorgley mit Horizontabfolge Go-Aa/Gr 1-4 dm
Moorgley mit Horizontabfolge H/Gr <3 dm.

-> Bodentypen

Auenpararendzina Flachgründiger Auenboden mit weniger als 30cm Auelehm über Kies, eventuell über gelbem Sand. -> Bodentypen
Auenwald Wald im Einflußbereich von Überflutungen, die im natürlichen Rhythmus des Wassergangs erfolgen, wie er vom Abflußregime bestimmt wird.
-> Hartholzaue, -> Weichholzaue
Ausbreitung Prozeß der Ausdehnung des Besiedlungsgebietes von Pflanzen- und Tierarten.
-> Art, -> Verbreitung

autochthon
An Ort und Stelle entstanden, einem bestimmten Biotop zugehörig, gebietseigen.
-> Biotop
Autökologie Wissenschaft von den Wechselwirkungen zwischen Individuen und Umwelt
-> Ökologie,-> Populationsökologie,-> Synökologie
azonal Bezeichnung für Lebensgemeinschaften, die in ihrem Vorkommen relativ unabhängig vom vorherrschenden Großklima sind z. B. Auenwälder. Für ihre Entwicklung sind vor allem die immer wiederkehrenden Überflutungen der entscheidende Standortfaktor.
-> Auenwald, -> azonal
Avifauna Vogelwelt eines Gebietes

nach oben B

Bakterizid Chemischer Stoff zur Bekämpfung von Bakterien.
-> Biozid, -> Pestizid
Bannwald "Bannwald ist ein sich selbst überlassener Waldbestand. Bewirtschaftungs-maßnahmen sind nicht erlaubt; anfallendes Holz darf nicht entnommen werden. Die Forstbehörde kann Bekämpfungsmaßnahmen zulassen oder anordnen, wenn Forstschädlinge oder Naturereignisse angrenzende Wälder erheblich gefährden. Die Anlage von Forstwegen ist zulässig" (§ 32 (2) LWaldG). Der Bannwald dient der Beobachtung der Rückentwicklung be-wirtschafteter Wälder zum Urwald.
-> Naturwaldreservat, ->Schonwald,-> Schutzwald, -> Erholungswald, -> Urwald, -> Naturwaldzelle
Barbenregion Flußabschnitt zwischen der Äschen- und der Brachsenregion. Gekennzeichnet durch weite Mäander, stark variierende Strömungs- und Tiefenverhältnisse. Das Wasser ist gut mit Sauerstoff versorgt und kann im Sommer über längere Zeit über 150C warm werden.Die Gewässersohle besteht aus kiesigem bis sandigem Substrat, in Stillwasserzonen und am Rand wird Schlamm abgelagert. Beispiele für typische Fischarten sind Barbe, Hasel, Rotauge, Rotfeder, Barsch und Hecht.

In Baden-Württemberg Teile der Donau, des Hoch- und Oberrheins, des Neckars und seiner Nebenflüsse Kocher, Jagst, und Tauber.
-> Fließgewässergliederung, -> Äschenregion, -> Brachsenregion, -> Cyprinidenregion, -> Potamal

Bastardaue Bezeichnung für die Aueflächen, die in den Bereichen liegen, die heute bei dem sog. Manöverbetrieb der Rheinkraftwerke noch überflutet werden. sie zeichnet sich gegenüber der Überflutungsaue durch einen erhöhten mittleren Grundwasserstand und einer stark eingeschränkten Amplitude der Wasserstandsschwankungen aus.
-> Überflutungsaue
Bemessungshochwasser Das höchste Hochwasser, das unter Berücksichtigung aller dazugehörender Faktoren der Region, Metereologie, Hydrologie und des Geländes erwartet werden kann. -> Hydrologie
Belastbarkeit = ökologische Puffer-kapazität Fähigkeit eines Systems (Organismus, Population, Ökosystem), Beanspruchung ohne Schädigung zu ertragen.
-> Belastung, -> Population, -> Ökosystem
Belastung Gesamtheit der negativen Einwirkungen auf ein System (Organismus, Population, Ökosystem), die sein Anpassungsvermögen überschreiten.
-> Adaption,-> Belastbarkeit, -> Population,-> Ökosystem
Benthal Bodenzone von Gewässern.
-> Seegliederung
Benthos Am Grunde von Gewässern lebende festsitzende und bewegliche Tier- und Pflanzenwelt.
Berner Konvention Gebiet der Europaratstaaten und der angrenzenden Verbreitungsgebiete betreffende Konvention zum Schutz wildwachsender Pflanzen und wildlebender Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume (Habitatschutz) für Europa. In BRD seit 1985 in Kraft. Nationale Umsetzung im wesentlichen durch die EG Vogelschutz-Richtlinie und die FFH-Richtlinie. Letztere in der BRD noch nicht in Kraft.
-> Ramsar-Konvention, -> Bonner Konvention, -> Washingtoner Artenschutzübereinkommen, -> EG Vogelschutz-Richtlinie, -> FFH-Richtlinie
Besatzdichte Populationsdichte, vor allem von Tierarten, die vom Menschen eingebracht und genutzt werden (z. B. Fische in Zuchtteichen).
-> Population
Bioakkumulation Anreicherung von organischen und anorganischen Substanzen in Pflanzen und Tieren.
Bioindikation Anzeige der Umweltverhältnisse durch lebendige Organismen.
Biologische Schädlings- und Unkrautbekämpfung Begrenzung der Population schädlicher Tier- und Pflanzenarten durch An-wendung von Selbstvernichtungsverfahren, Schonung, Förderung und Ein-satz von Nützlingen, Verwendung mikrobiologischer Präparate und Förderung spezifischer Schädlinge von Unkräutern.
-> Schädling, -> Nützling, -> Unkraut
biologisches Gleichgewicht Innerhalb einer bestimmten Zeitspanne konstanter Zustand des Ausgleichs zwischen den verschiedenen Lebensvorgängen in einem biologischen System (Wechselbeziehungen zwischen Systembestandteilen; Energie-, Stoff- und Informationsflüssen).
Biomasse Gewicht der zu einer gegebenen Zeit vorhandenen Organismen in einem Ökosystem oder Teilen davon, bezogen auf Flächen- oder Raumeinheit.
Die aus Pflanzen bestehende Biomasse heißt Phytomasse, die aus Tieren bestehende Zoomasse.
-> Produktion, -> Produktivität
Biosphäre Der von Organismen bewohnbare Raum der Erde und der Erdhülle.
biotisch belebt.
-> abiotisch
Biotop Lebensraum einer Gemeinschaft von Pflanzen und Tieren; von einheitlicher, gegenüber seiner Umgebung abgrenzbarer Beschaffenheit.
-> Biozönose, -> Habitat, -> Ökosystem
Biotopkomplex Gefüge mehrerer Biotope, die in einer übergeordneten Beziehung zueinan-der stehen (z. B. Biotopkomplex Aue bestehend aus: Auenwald, Feucht-wiese, Fließgewässer usw.).
-> Biotop, -> Aue, -> Auenwald
Biotop-Management Methoden, die im Naturschutz angwendet werden, um schützenswerte oder geschützte Lebensräume zu erhalten (z. B. Abschlagen von Gehölzen zur Erhaltung von Trockenrasen).
-> Biotop
Biotopschutz Schutz seltener, gefährdeter, repräsentativer sowie für die Erhaltung seltener und/oder gefährdeter Arten bedeutsamer Biotope.
-> Biotop
Biotopstruktur Räumlicher Aufbau eines Biotops.
-> Biotop
Biotopsystem Die Gesamtheit aller Biotope, die in einem bestimmten Raum (z. B. Natur-raum) untereinander in einer bestimmten Beziehung stehen.
-> Biotop
Biotop-Verbund Vernetzte Biotope
-> Biotop
Biotop-Vernetzung Direkte (über Korridore) oder indirekte (über Trittsteine) Verbindungen von Biotopen.
-> Trittsteine, -> Biotop
Biozide Chemische Stoffe, die Organismen abtöten.
Biozönose Lebensgemeinschaft von Pflanzen und Tieren, die infolge ähnlicher Biotop-ansprüche und einseitiger oder gegenseitiger Abhängigkeit in einem Biotop vorkommen können.
-> Biotop
Bodenart Unterteilung von Böden nach dem Anteil der Kornfraktionen "Sand", "Schluff" und "Ton" (Reihenfolge nach abnehmender Korngröße). "Lehm" ist ein Gemisch dieser Kornfraktionen und nimmt eine Mittelstellung ein. Im Gegensatz zu diesen mineralischen Bodenarten besteht der "Torf" aus unzersetzten Pflanzenresten. Zwischen allen Bodenarten gibt es Übergänge.
Bodenfruchtbarkeit Fähigkeit des Bodens, aufgrund der Wechselwirkungen seiner physikalischen, chemischen und biologischen Eigenschaften, Pflanzenwachstum zu ermöglichen.
Bodenkultur Bodenbearbeitung sowie Maßnahmen zur Erhaltung und Förderung der Bodenfruchtbarkeit.
-> Bodenfruchtbarkeit
Bodenproduktivität -> Bodenfruchtbarkeit
Bodentyp Bodentypen sind das Resultat gleichartiger bodenbildender Vorgänge, die durch bestimmte Faktoren wie z. B. Ausgangsgestein, Relief, Klima, Was-ser, Vegetation, Mensch gesteuert werden. Charakteristische Bodentypen der Oberrheinniederung sind z. B. der braune Kalkauenboden (braune Vega), der Auenkarbonatrohboden (Kalkrambla), die Auenrendzina (Kalk-paternia), der Auengley, der Gley, der Naßgley, der Niedermoortorf und die Gyttja.
Bonner Konvention Weltweite Konvention zur Erhaltung und zum Schutz aller wildlebenden wandernden Tierarten, deren Wanderwege regelmäßig über Staatsgrenzen hinweggehen. In BRD seit 1984 in Kraft. Umsetzung im wesentlichen durch FFH-Richtlinie.
-> Berner Konvention, -> Ramsar-Konvention, -> Washingtoner Artenschutzübereinkommen, -> EG Vogelschutz-Richtlinie, -> FFH-Richtlinie
Brache unbestelltes, aber bearbeitetes Feldstück, auch Teil einer extensiven Fruchtfolge.
-> Brachland
Brachland Nicht genutzter Bereich der Kulturlandschaft, in der die Landwirtschaft aufgegeben wurde.
-> Brache
Brachsenregion Abschnitt zwischen der Barben- und der Kaulbarsch-Flunder-Region. Aufgrund der zunehmenden Wasserführung durch Zuflüsse hat sich der Fluß zum Strom entwickelt. Die Wassertemperatur kann im Sommer über 20C betragen. Die geringe Fließgeschwindigkeit führt zu großräumigen Schlammablagerungen. beispiele für typische Fischarten sind Brachsen, Barsch, Rotauge, Rotfeder Schleie, Karpfen und Hecht.

In Baden-Württemberg nicht vorhanden.
-> Fließgewässergliederung, -> Barbenregion, ->Kaulbarsch-Flunder-Region, -> Cyprinidenregion, -> Potamal

Brauner Auenboden = Vega Mittel- bis tiefgründiger Boden aus Auelehm und Auesanden, je nach Entstehung geschichtet zum teil gebändert: Grundwasserstände in der Regel tiefer als 80cm unter Geländeoberkante. -> Bodentypen
Bruchwald Vorwiegend aus Schwarzerlen aufgebauter Wald auf Torfboden mit ständig nahe der Oberfläche stehendem Grundwasser, welches den Wald im Frühjahr überschwemmen kann.

nach oben C

Cyprinidenregion = Flußregion Zusammenfassung der Barben-, Brachsen-, und Kaulbarsch-Flunderregion in der Fließgewässergliederung.
-> Fließgewässergliederung,-> Salmonidenregion, -> Barbenregion, -> Brachsenregion, ->Kaulbarsch-Flunderregion, -> Rhithral, -> Potamal
Cypriniformes = Cypriniden Karpfenfische; zugehörige Arten sind z.B.: Barbe, Brachsen, Rotfeder, Barsch, Hecht.
-> Salmoniformes

nach oben D

Dauergrünland Langjährig und innerhalb einer Wachstumsperiode mehrmalig von der Landwirtschaft zur Futtergewinnung nutzbarer Bestand aus mehreren Pflanzenarten.
-> Landwirtschaft
Deckschicht Bodenraum über Sand und Kies, der von der Vegetation genutzt werden kann.
Demökologie = Populationsökologie Wissenschaft von den Wechselwirkungen der Individuen innerhalb einer Population und zwischen dieser und ihrer Umwelt.
-> Ökologie
Detritus Zerreibsel, Zerfallsprodukt pflanzlichen und tierischen Ursprungs auf dem Land und im Wasser; ganz allgemein die abgestorbene organische Sub-stanz aus allen trophischen Ebenen eines Ökosystems.
-> Trophie, -> Ökosystem
dimiktisch Seen mit zwei Vollzirkulationen im Jahr (Frühjahr und Herbst).
-> Zirkulation
Diversität Auf die Organismenzahl, eine Biozönose, ein Ökosystem oder eine Raum-einheit bezogenes Maß für Erscheinungsformen (Arten und Strukturen) und deren Gleichmäßigkeit der Verteilung in Ökosystemen.
-> Art, -> Artenvielfalt, -> Biozönose, -> Ökosystem
Dominanz Überwiegen eines Faktors (z. B. Pflanzenart) gegenüber anderen.
Düngung Maßnahmen zum Ausgleich der durch Bodennutzung entstehenden Ver-luste und Veränderungen sowie zur Verbesserung der Nährstoffversorgung landwirtschaftlich genutzter Böden.

1. Mineralische Düngung: Düngungsmaßnahmen mit Hilfe von natürlichen oder chemisch hergestellten Mineralien.

2. Organische Düngung: Düngungsmaßnahmen mit Hilfe von Rückständen aus der Tier- und Pflanzenproduktion, von entsprechend aufbereiteten Schlacht- und Siedlungsabfällen und planmäßigem Anbau von Grün-düngungspflanzen.

3. "Natürliche Düngung": Anreicherung der Aueböden mit Nährstoffen durch die im Wasser vorhandenen Schwebstoffe, die bei Überflutungen abgelagert werden.

-> Bodenfruchtbarkeit, -> Nährstoffe

nach oben E

Edellaubholz In Bezug auf Nährstoff- und Wasserversorgung anspruchvollere Laub-baumart wie z. B.: Esche, Berg- und Spitzahorn, Bergulme, Winter- und Sommerlinde.
EG Vogelschutz-Richtlinie Richtlinie im wesentlichen zur Umsetzung der Ramsar-Konvention und der Berner Konvention. Ziel ist der Schutz der in Europa heimischen wildlebenden Vogelarten und der Schutz ihrer Lebensräume. In der BRD seit 1987 im Bundesnaturschutzgesetz, der Bundesartenschutzverordnung und dem Bundesjagdgesetz verankert.
-> Berner Konvention, -> Bonner Konvention, -> Washingtoner Artenschutzübereinkommen, -> Ramsar-Konvention, -> FFH-Richtlinie
Eichen-Hainbuchen-wald An Stieleichen und Hainbuchen reicher Wald, der auf den gut mit Nähr-stoffen und Wasser versorgten Standorten der Rheinniederung vorkommt, die bei Hochwasser nicht überflutet werden.
emers Wasserpflanzen oder Teile von ihnen, die sich über dem Wasser befinden.
-> submers
Emmission Abgabe von luftfremden Stoffen in die Atmosphäre.
Entomofauna Insektenfauna eines Gebietes.
ephemere Gewässer Stillgewässer von kurzzeitigem Bestand
(ephemer: kurzlebig, vorübergehend).
epigäisch An der Erdoberfläche lebend.
Epilimnion Oberste Schicht der Wassermassen eines Sees bei genügent tiefem Becken. Durch ihre Erwärmung mit der Fortschreitenden Jahreszeit bleibt sie als leichtere,annähernd temperaturkonstante Schicht über der infolge ihrer Kühle schwereren Tiefenschicht (Hypolimnion) stabil erhalten. Zwischen beiden befindet sich im Sommer die Sprungschicht (Metalimnion).
-> Hypolimnion, -> Metalimnion
Erfolgskontrolle Vergleich ursprünglicher bzw. prognostizierter Beständen der Fauna und oder der Vegetation mit Beständen die sich durch gezielte Veränderung von Standortfaktoren z.B. Ökologische Flutungen entwickeln sollen.
-> Indikator-Organismen, -> Monitoring
Erholungswald "Wald in verdichteten Räumen, in der Nähe von Städten und größeren Siedlungen, Heilbädern, Kur- und Erholungsorten sowie in Erholungsräumen kann durch Rechtsverordnung zum Erholungswald erklärt werden, wenn es das Wohl der Allgemeinheit erfordert, Waldflächen für Zwecke der Erholung zu schützen, zu pflegen oder zu gestalten". (§ 33 (1) LWaldG). Die Bewirtschaftung und Nutzung ist meist bestimmten Regelungen unterworfen.
-> Naturwald, -> Schonwald, -> Schutzwald, -> Bannwald
Erosion Bodenabtrag infolge der Einwirkung von Wind und Wasser.
Ersatzbiotop = Ersatzlebensraum Von einer Art besiedelter Lebensraum, der nicht dem ursprünglichen Biotop dieser Art entspricht; meist von Menschenhand geschaffen.
-> Biotop, -> Art, -> Sekundärbiotop
Ersatzgesellschaft Anthropogene Pflanzengesellschaft, die anstelle der für die Standort-verhältnisse typischen natürlichen Pflanzengesellschaft vorhanden ist (z. B. Hybridpappelforst statt Silberweidenauenwald).
-> anthropogen, -> Standort, -> Sekundärvegetation, -> heutige potentielle natürliche Vegetation, -> Vegetation, -> Pflanzengesellschaft
Ersatzstandort Sekundärstandort, dessen abiotische Umweltfaktoren weitgehend mit den-jenigen am Primärstandort übereinstimmen.
-> Standort, -> Umweltfaktor
Eulitoral Uferzone im Bereich der Wasserstandsschwankungen.
-> Seegliederung
euryök Bezeichnung für Organismen, die Schwankungen lebenswichtiger Umwelt-faktoren innerhalb weiter Grenzen ertragen.
-> stenök
eutroph nährstoffreich
-> Nährstoffe, -> Trophie
Eutrophierung Anreicherung von Nährstoffen in Gewässern oder Böden. Führt stets zu einer Änderung der dort vorhandenen Lebensgemeinschaft.
-> Nährstoff, -> Lebensgemeinschaft
Eveness Verhältnis der Diversität einer Lebensgemeinschaft zu der bei der vorgegebenen Anzahl maximal möglichen Diversität.
-> Diversität
extensiv Wirtschaftsweise mit niedrigem Betriebsmittel-, Arbeits- und Düngeraufwand.
Extensivierung Umstellung von intensiver auf extensive Wirtschaftsweise.
-> extensiv

nach oben F

Fauna Gesamtheit der Tierarten eines Gebietes.
Femelschlag Form der forstwirtschaftlichen Nutzung von Wäldern, bei der nur Baum-gruppen abgeholzt werden, so dass sich kleine Verjüngungsstellen im Hoch-wald bilden.
-> Plenterwald
Fettwiese Zwei- bis dreischürige Mähwiese meist grundwasserferner, gut gedüngter Standorte.
Feuchtbiotop Lebensstätte von Biozönosen, die mindestens zeitweilig auf feuchte Um-weltbedingungen angewiesen sind.
-> Biotop, -> Biozönose, -> Feuchtgebiet
Feuchtestufen = Wasserstufen Die Feuchtestufen "naß", "feucht", "frisch", "trocken" charakterisieren die Wasserverhältnisse eines Standorts. Für extreme Schwankungen im Wasserhaushalt werden die Begriffe "wechselfeucht" (überwiegend feucht oder naß, gelegentlich austrocknend) und "wechseltrocken" (überwiegend trocken, gelegentlich feucht oder naß) verwendet.
Feuchtgebiet

1. Gebiete, die von Gewässern, Sümpfen, Mooren, Brücken und Feucht-wiesen beherrrscht werden (auch nach teilweiser Entwässerung.

2. Nach dem internationalen Feuchtgebiets-Übereinkommen (Ramsar-Konvention) von 1971: Feuchtwiesen, Moor- und Sumpfgebiete oder Gewässer, die natürlich oder künstlich, dauernd oder zeitweilig, stehend oder fließend, Süß-, Brack- oder Salzwasser sind, einschließlich solcher Meeresgebiete, die ein Tiefe von 6 m bei Niedrigwasser nicht übersteigen.

-> Feuchtbiotop

FFH-Richtlinie = Flora, Fauna, Habitat-Richtlinie Richtlinie im wesentlichen zur Umsetzung der Berner und der Bonner Konvention. Ziel ist die Schaffung eines europaweiten Netzes von Schutzgebieten zur erhaltung der Tier- und Pflanzenarten und deren Lebensräume. In der BRD noch nicht in Kraft.
-> Ramsar-Konvention, -> Berner Konvention, -> Bonner Konvention, -> Washingtoner Artenschutzübereinkommen, -> EG Vogelschutz-Richtlinie
Flachmoor = Niedermoor Durch Verlandung nährstoffreicher Gewässer (z. B. Altwasser) oder aus versumpften Mineralböden entstandender Lebensraum im Einflußbereich des Grundwassers.
-> Altwasser, -> Niedermoor, -> Moor
Fließgewässergliederung Gliederung der Fließgewässer nach Standortfaktoren (z.B. Bodengrund, Fließgeschwindigkeit, Sauerstoffsättigung, Temperatur). Die Benennung erfolgt nach den dort überwiegend vorkommenden Fischarten.
-> Cyprinidenregion, -> Salmonidenregion -> Potamal, -> Rhithral, -> Forellenregion, -> Äschenregion, -> Barbenregion, -> Brachsenregion, -> Kaulbarsch-Flunder-Region.
Fließpolder Polder, der auch im Retentionsfall ständig durchströmt wird und weitgehend frei von Bereichen mit stagnierendem Wasser ist.
Flora Gesamtheit der Pflanzenarten eines Gebietes.
Forellenregion Oberster Fließgewässerabschnitt direkt unterhalb der Quelle und oberhalb der Äschenregion. Charakterisiert durch klares, sauerstoffgesättigtes auch im Sommer selten über 100C erwärmtes Wasser mit mehr als 1m/s Fließgeschwindigkeit über Geröll und Kies. Beispiele für typische Fischarten sind Bachforelle, Elritze, Groppe, Bachneunauge und Bachschmerle.

In Baden-Württemberg fast alle Bachoberläufe.
-> Fließgewässergliederung, -> Äschenregion, -> Salmonidenregion, -> Rhithral

Formation Vegetationsdecke gleichartigen physiognomischen Charakters z. B. Nadel-wald, Wiese. In einer Formation herrschen bestimmte Lebensformen oder Pflanzen vor.
Forsteinrichtung Die periodische forstliche Planung und periodische Vollzugsanalyse im Forstbetrieb im Hinblick auf die Gesamtheit der Funktionen des Waldes.
-> Forsteinrichtungswerk
Forsteinrichtungswerk Summe aller Schriften und Karten,in denen die Einrichtungsergebnisse hinsichtlich Zustandserfassung und Planung niedergelegt sind.
-> Forsteinrichtung
Forstwirtschaft Bewirtschaftung des Waldes zur Erzeugung von Holz und zur Gewährleistung von Schutz- und Erholungsfunktionen.
Fruchtfolge Planmäßige, von ökologischen und ökonomischen Kriterien bestimmte Aufeinanderfolge und Wiederkehr von Kulturpflanzenarten auf demselben Flurstück.
-> Kulturpflanze,-> Monokultur
Frühjahrsblüher Im Frühjahr blühende Pflanzen, häufig Frühjahrsgeophyten mit unterirdischen nährstoffspeichernden Organen. Meist lichtliebende Waldpflanzen.
-> Geophyten
Fundort Stelle der Erdoberfläche auf der eine Tier- oder Pflanzenart gefunden wird.
-> Standort -> Wuchsort
Fungizid Chemischer Stoff zur Bekämpfung von pilzlichen Krankheitserregern.
Funktionsfähigkeit In der Ökologie: Erhaltung der für das Bestehen eines Biotop- oder Öko-systems lebensnotwendigen, sich selbst regulierenden Stoffkreisläufe.
Furkationszone Stromabschnitt mit stärkerem Gefälle und meist mittlerem bis großem Sub-strat, in dem sich der Hauptstrom in viele Nebenarme gabelt. Am Oberrhein lieg dieser Abschnitt etwa zwischen Basel und Neuburgweiher.
-> Mäanderzone

nach oben G

Galeriewald Schmaler Wald entlang von Fließgewässern.
Geoökologie = Landschaftsökologie Wissenschaft von der Struktur, Funktion und Entwicklung der Landschaft.
-> Landschaft, -> Landschaftshaushalt, -> Ökologie
Geophyt Lebensform von Pflanzen mit kriechenden Ausläufern oder Rhizomen, Zwiebeln, Knollen usw., deren Überdauerungsknospen während der un-günstigen Jahreszeit unter der Bodenoberfläche liegen und deren oberirdische Organe dann ganz absterben.
-> Frühjahrsblüher
Geschiebe Vom Wasser zumindest zeitweilig bewegter Sedimentkörper = Flußgeschiebe, dessen Bestandteile (Durchmesser größer als 0,63 mm) sich am Gewässergrund gleitend, rollend oder hüpfend fortbewegen. Die Bewegung ist beeinflußt durch Korngröße, -form, -gemisch, Dichte und Tongehalt des Sedimentkörpers bzw. seiner Bestandteile sowie durch die Morphologie des Gewässerbettes.
Gewässergüte Einstufung von Gewässern nach dem Grad ihrer Verschmutzung durch Abwässer, vor allem mit Hilfe des Saprobiensystems, aber auch nach der Menge von Keimen und nach dem Sauerstoffgehalt.
-> Saprobiensystem
Giessen Im heutigen Sinne: Quellabläufe in rheinparallelen Rinnen ohne ständige Zufuhr von Oberflächenwasser des Rheins. Vor der Korrektion wurde der Begriff für Quellgewässer verwendet, die oberhalb und unterhalb eine offene Verbindung zum Rhein hatten und somit ständig vom Rheinwasser durchströmt wurden.
Grenzertragsböden Böden, die wegen klimatischer Bedingungen und/oder ihrer Beschaffenheit nur geringe landwirtschaftliche Erträge liefern.
Grünordnung Gesamtheit der Maßnahmen für die Landschaftspflege und den Naturschutz in Städten und Dörfern als Aufgabenbereich der Gemeinden.
-> Grünplanung, -> Landespflege, -> Landschaftspflege, -> Naturschutz, -> Umweltschutz
Grünplanung Planungsinstrument oder - vorgang zur Verwirklichung der Ziele der Grün-ordnung.
-> Grünordnung, -> Landschaftsplanung, -> Ökologische Planung
Grünverbauung = Lebendbau = Ingenieurbiologie Arbeitsgebiet, in dem lebende (Pflanzen und Pflanzenteile) und unbelebte Baustoffe im Landschaftsbau Verwendung finden.

nach oben H

Habitat Charakteristischer Aufenthaltsort einer Art.
-> Art, -> Biotop, -> Ökologie, -> Population
Halbtrockenrasen Magerrasen auf mehr oder weniger trockenen, basenreichen Standorten.
Hartholzaue Zone der Überflutungsaue, die je nach Flußabschnitt und Relief zwar regel-mäßig aber im Gegensatz zur Weichholzaue seltener, kurzfristiger und wenioger hoch überflutet wird. Je nach Überflutungsverhältnissen läßt sie sich in eine tiefe und eine hohe Hartholzaue untergliedern, wobei letztere in eine Zone übergeht, die nur noch sehr kurz und sporadisch vom Hoch-wasser erreicht wird. Die Hartholzaue ist der Standort mit der Stieleiche, der Feldulme und der Esche als Hauptbaumarten.
-> Überflutungsaue, -> Weichholzaue
Haupthochwasserdamm = Rheinhauptdamm Der Haupthochwasserdamm trennt die Niederung in zwei Teile, die Über-flutungsaue und die Altaue. Während die vor dem Damm (Wasserseite) liegende Überflutungsaue regelmäßig überschwemmt wird, wird die hinter dem Damm (Luftseite) liegende Altaue nicht mehr vom Oberflächenwasser des Stromes erreicht.
-> Sommerdamm
Heister Laubholzpflanzen von 2-3m Größe
Hemerobiestufen Stufen, die die direkten und indirekten menschlichen Einwirkungen auf Bio-zönosen angeben. Je nach Autor umfassen die Skalen verschiedene Stufen von "unberührt" bis "künstlich".
-> Natürlichkeitsgrad
Herbizid Chemischer Stoff zur Bekämpfung von "Unkraut".
-> Unkraut
heutige natürliche Vegetation Vom Menschen unbeeinflußte Vegetation.
-> Vegetation, -> heutige potentielle natürliche Vegetation
heutige potentielle natürliche Vegetation (hpnV) Vegetation, die sich aufgrund der heutigen Umweltbedingungen eines Standortes von selbst einstellt, wenn der menschliche Einfluß ausgeschaltet wird.
-> potentielle natürliche Vegetation, -> heutige natürliche Vegeation
Hochgestade Niederterrasse, im Volksmund auch als Bezeichnung für das Hochufer gebräuchlich.
-> Hochufer,-> Niederterrasse
Hochufer Steilhang, der die Niederung scharf von der Niederterrasse = Hochgestade abgrenzt.
-> Hochgestade, -> Niederterrasse
Hochwald Hochstämmiger Wald mit mehr oder weniger geschlossenem Kronendach, entstanden durch Naturverjüngung oder Anpflanzen, der im Plenterbetrieb oder Kahlschlagbetrieb mit langen Umtriebszeiten genutzt wird.
-> Femelschlag, -> Plenterwald, -> Mittelwald, -> Niederwald
holomiktisch Seen, deren Wasser während der Zirkulation bis zum Grund durchmischt wird.
-> Zirkulation
Holzbodenfläche Umfaßt alle Flächen der Holzproduktion sowie zeitweilig unbestockte Flächen, ferner Wege und Schneisen unter 5m Breite und unbestockte Flächen von unwesentlicher Größe.
-> Nichtholzbodenfläche, -> Wald
Hydrologie Wissenschaft, die sich mit dem Wasser auf und unter der Landoberfläche, seinen Erscheinungsformen, seiner Zirkulation, seiner räumlichen und zeitlichen Verteilung, seinen biologischen, chemischen und physikalischen Eigenschaften, seinen Reaktionen mit der Umwelt einschließlich seiner Beziehung zu den Lebewesen befaßt.
Hypolimnion Tiefenschicht der Wassermasse eines Sees.
-> Epilimnion,-> Metalimnion

nach oben I

Indikator-Organismen (-Arten) = Bioindikatoren Arten, deren Vorkommen oder Fehlen in einem Biotop bestimmte Verhält-nisse (z. B. Bodenreaktion, Feuchtigkeit, Verschmutzung) anzeigen können.
-> Art, -> Erfolgskontrolle, -> Monitoring
Insektizid Chemischer Stoff zur Bekämpfung von Insekten.
Inselökologie Wissenschaft von der Entwicklung der Artenzahlen und Populationsgrößen isolierter Gebiete. Ihr Inhalt läßt sich wie folgt erläutern: Nach den Grund-sätzen der Ökologie bietet ein gegebenes Gebiet nur einer bestimmten Zahl von Pflanzen und Tieren eine Lebensgrundlage. Wird dieses Gebiet verinselt, kommt es zu einer Einschränkung der Lebensgrundlage und somit zur Auslöschung einzelner Arten. Je nach Art der Barriere zu anderen Inseln ist eine Neubesiedlung stark eingeschränkt bis unmöglich. Die Verinselung (Isolation) einzelner Gebiete bewirkt also ein Ansteigen der Auslöschungs-rate und ein Absinken der Besiedlungsrate, was zu einer Artenverarmung des Gebietes führt.
-> Ökologie, -> Population, -> Art
Integrierter Pflanzenschutz Kombination verschiedener Methoden der Bekämpfung von Schadorganismen: biologischer, chemischer und kulturtechnischer Maßnahmen. Chemische Mittel werden nur eingesetzt, wenn eine zu starke Vermehrung von Schädlingen auf anderem Wege nicht mehr verhindert werden kann.
Interstitialraum mit Luft oder Wasser gefülltes Hohlraumsystem im Boden terrestrischer oder aquatischer Lebensräume zwischen einer Packung kleiner, fester Partikel.
-> interstitielle Fauna, -> Sandlückensystem
interstitielle Fauna = Sandlückenfauna Fauna des Kies- und Sandlückensystems im limnischen und marinen Bereich. Im weiteren Sinne auch die Fauna des Interstitialraumes in terrestrischen Lebensräumen. Beispiele für Arten sind die junge Forellen und Lachse, die sich bis zum Aufbrauchen des Dottersacks nur dort aufhalten. Dazu gehört aber auch das Makrozoobenthos und Insektenlarven, die sich z.B. zum Schutz vor starker Strömung bei Hochwasser bis zu ca. 60 cm Tiefe in diesen Raum zurückziehen.
-> Interstitialraum, -> Sandlückensystem
Invertebraten Wirbellose Tiere.
Isolation Inselökologie

nach oben J

nach oben K

katadrom Bezeichnung der Wanderung von Tierarten die zum Laichen flußaabwärts also vom Süßwasser ins Salzwasser ziehen (z.B. Aal, Wollhandkrabbe).
-> anadrom
Kaulbarsch-Flunder-Region Fließgewässerabschnitt der Flüsse und Ströme im Mündungsbereich ins Meer unterhalb der Brachsenregion. Die dort vorkommenden Fischarten sind ständig wechselnden Strömungs- und Salzgehaltverhältnissen angepasst.
-> Fließgewässergliederung, -> Brachsenregion, -> Cyprinidenregion, -> Potamal
Kieslückensystem Lebensraum im Kies des Ufers und des Grundes von Gewässern. Im weiteren Sinne gehören auch Kiesböden in terrestrischen Lebensräumen dazu.
-> Interstitialraum, -> interstitielle Fauna
Kolk Strömungsbedingte Vertiefung im Flußbett, sich in der Regel unterhalb natürlicher oder künstlicher Hindernisse im Gewässerbett bildend. Häufig als bevorzugter Einstand von Fischen genutzt. Wasser des Kolks in der Tiefe durch austretendes Grundwasser relativ kälter.
Kopfweiden Kopfförmig beschnittene Silber-, Bruch- oder Korbweiden.
Kryptogamen Bezeichnung für alle niederen Pflanzen, die keine Blüten bilden und deren Vermehrung im allgemeinen durch Sporen erfolgt (z. B. Moose, Flechten, Farne).
-> Phanerogamen
Kulturfolger Organismus, der von Menschenhand geschaffene Biotope spontan besiedelt und im Extremfall nur noch in diesen vorkommt.
-> Biotop
Kulturlandschaft Vom Menschen in unterschiedlichem Maße gestaltete Landschaft, die sich aus Agrarlandschaft, Siedlungs- und Industrielandschaft zusammensetzt.
-> Landschaft, -> Natürlichkeitsgrad
Kulturpflanze Vom Menschen planmäßig angebaute und der Auslese oder Züchtung unterworfene Pflanzenart.
-> Nutzpflanze, -> Wildpflanze

nach oben L

Landeskultur Entwicklung, Pflege und Erhaltung des Naturhaushaltes unter gleichzeitiger Berücksichtigung ökologischer und volkswirtschaftlicher Erfordernisse.
-> Naturhaushalt, -> Ökologie
Landespflege Die Landespflege mit ihren Teilgebieten Landschaftspflege und Naturschutz sowie der Grünordnung hat die Aufgabe des Schutzes, der Pflege und der Entwicklung aller natürlichen Grundlagen der menschlichen Existenz. Sie erstrebt hierzu den Ausgleich zwischen dem natürlichen Potential des Landes als natürliche Lebensgrundlage und Lebensumwelt und den Erfordernissen der Gesellschaft.
-> Landschaft, -> Landschaftspflege, -> Naturschutz, -> Grünordnung
Landschaft Nach Struktur (Landschaftsbild) und Funktion (Landschaftshaushalt) geprägter, als Einheit aufzufassender Ausschnitt der Erdoberfläche, aus einem Ökosystemgefüge oder Ökotopengefüge bestehend. Eine Naturlandschaft wird überwiegend von naturbetonten, eine Kulturlandschaft von anthropo-genen Ökosystemen eingenommen.
-> Kulturlandschaft, -> Landschaftshaushalt, -> Ökosystem, -> Ökotyp
Landschaftshaushalt Beziehungs- und Wirkungsgefüge von Lebewesen und ihrer unbelebten Umwelt in einer Landschaft und zwischen benachbarten Landschaften.
-> Landschaft, -> Naturhaushalt, -> Ökosystem
Landschaftsökologie Wissenschaft von der Struktur, Funktion und Entwicklung der Landschaft.
-> Landschaft, -> Landschaftshaushalt, -> Ökologie
Landschaftspflege Gesamtheit der Maßnahmen zur Sicherung der Nutzungsfähigkeit der Naturgüter sowie der Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur und Land-schaft mit den Schwerpunkten der Pflege, des Neuaufbaus und der Neuge-staltung.
-> Grünordnung, -> Landespflege, -> Landschaft, -> Naturgut, -> Naturschutz, -> Umweltschutz
Landschaftsplanung Raumbezogenes Planungsinstrument auf gesetzlicher Grundlage zur Ver-wirklichung der Ziele von Naturschutz und Landschaftspflege in besiedelter und unbesiedelter Landschaft, gegliedert in Landschaftsprogamm, Land-schaftsrahmenplan und Landschaftsplan
-> Grünplanung, -> Landschaftspflege, -> Naturschutz, -> ökologische Planung
Landschaftsschutz

1. Gesamtheit der Maßnahmen von Naturschutz und Landschaftspflege zur Sicherung von Landschaften und Landschaftsteilen

2. Im Naturschutzrecht: Die Ausweisung von Landschaftsschutzgebieten.

-> Landschaftspflege, -> Naturschutz

Landschaftsschutzgebiete Definition nach § 22 (1) NatSchG:

Gebiete, in denen ein besonderer Schutz der Natur und Landschaft in ihrer Ganzheit oder in einzelnen Teilen oder besondere Pflegemaßnahmen erforderlich sind, um

1. die Leistungsfähigkeit eines ausgewogenen Naturhaushaltes zu gewährleisten oder wiederherzustellen,

2. die Nutzungsfähigkeit der Naturgüter zu erhalten oder zu verbessern,

3. die Vielfalt, Eigenart oder Schönheit der Natur und Landschaft zu erhalten oder

4. Ihren besonderen Erholungswert für die Allgemeinheit zu erhalten, zu steigern oder wiederherzustellen,

können durch Rechtsverordnung zu Landschaftsschutzgebieten erklärt werden.

Verordnende Behörde ist die untere Naturschutzbehörde (Landratsamt).
-> Landschaft, -> Naturdenkmale, -> Naturparke -> Naturschutzgebiete

Landschaftsstrukturen Räumlich abgegrenzte Teile der Landschaft, die sich von ihrer Umgebung deutlich unterscheiden.
-> Landschaft
Landwirtschaft Auf Landbewirtschaftung basierender Sektor der Volkswirtschaft, gekenn-zeichnet durch Landbau (einschl. Tierproduktion), Sonderkulturen wie Garten-, Wein- und Hopfenbau und zugehörige landwirtschaftliche Gewerbe.
Lebendbau = Grünverbauung Arbeitsgebiet, in dem lebende (Pflanzen und Pflanzenteile) und unbelebte Baustoffe im Landschaftsbau Verwendung finden.
-> Grünverbauung
Lebensgemeinschaft -> Biozönose
Lebensraum -> Biotop
lenitischer Bezirk Uferbereich des ruhigen bzw. langsam fließenden Wassers, gewöhnlich durch Pflanzenbestände ausgezeichnet.
-> lotischer Bezirk
limnophil = stagnophil Organismen, die ruhige, langsam fließende Gewässer bevorzugen. Beispiele für limnophile Fischarten sind: Karpfen, Rotfeder, Schleie und Zander.
-> rheophil
Litoral Lebensbereich des Süßwassers, der den noch vom Licht erreichten und daher pflanzenbewachsenen Teil des Untergrundes erfaßt.
-> Seegliederung
lotischer Bezirk Uferbereich von Gewässern, der den vorherrschenden Winden ausgesetzt ist. Brandungszone des Litorals.
-> lenitischer Bezirk, -> Litoral

nach oben M

Magerwiese Ein- bis zweischürige Mähwiese, wenig oder nicht gedüngter nährstoffarmer Standorte.
Mäanderzone Stromabschnitt mit geringem Gefälle und meist feinkörnigem Substrat in welchem der Strom weite Schlingen ausbildet. Am Oberrhein liegt dieser Abschnitt etwa zwischen Neuburgweier und der Mainmündung.
-> Mainmündung, -> Furkationszone
Malaria bis Anfang des 19. Jahrhunderts am Oberrhein vorkommende Erreger der Malaria "Plasmodium vivax" heute hier ausgestorben. Die heute vereinzelt gefundenen Erreger "Plasmodium falciparum", "Plasmodium ovale", "Plasmodium vivax" und "Plasmodium malariae" sind Mitbringsel von Fernreisetouristen aus den Tropen und Sub-Tropen. Diese werden auch in Zukunft immer wieder in Einzelfällen eingeschleppt werden, können aber nicht zum Ausbruch einer Epidemie führen.

Die Malariaerreger werden ausschließlich durch den Stich von Stechmücken der Anopheles-Arten auf den Menschen übertragen. Um zu Überleben brauchen die Anopheles-Mücken stehende Gewässer, die immer Wasser haben. "Anopheles plumbeus", die bei uns am häufigsten vorkommende Art, lebt und vermehrt sich in Sickergruben und Baumhöhlen.

Die ökologischen Flutungen führen zu einem schnelleren Durchströmen der Gewässer in den Poldergebieten. Dies verhindert eine Besiedlung mit Anopheles-Arten. Die zeitweise nach dem Ablaufen der ökologischen Flutungen entstehenden Restwassertümpel trocken nach meist wenigen Tagen völlig aus. Auch hier können sich daher keine Anopheles-Arten einnisten.

Markophyten Alle höheren Pflanzen.
-> Mikrophyten
meromiktisch Seen die auch während der Zirkulationsperioden nicht bis zum Grund durchmischt werden.
-> Zirkulation
mesophil Arten (Pflanzen, Tiere), die in Bezug auf die Feuchtigkeit mittlere Standorte bevorzugen.
mesotroph -> Nährstoffe, -> Trophie
Metalimnion = Sprungschicht Mittlere Schicht der wassermassen tiefer Seen, die bei der Sommerstagnation des Wassers die obere warme Schicht (Epilimnion) von der kühlen unteren Schicht (Hypolimnion) trennt. Die Bezeichnung "Sprungschicht" geht darauf zurück, dass in diesem Bereich die Temperatur plötzlich um 10C bis 30C je Meter sinkt.
-> Epilimnion, -> Hypolimnion, -> Stagnation
Mikrophyten Pflanzliche Mikroorganismen (z. B. Bakterien, mikroskopische Pilze und Algen).
-> Makrophyten
Minimalareal

1. Flächengröße, die im mehr oder weniger einheitlichen Bestand gerade noch alle charakteristischen oder konstanten Arten erfaßt.

2. Der für eine Pflanzen- oder Tierpopulation minimale Raum, der für eine langfristige Existenz notwendig erscheint.

Mischkultur Ökologisch und ökonomisch begründeter gleichzeitiger Anbau mehrerer Nutzpflanzenarten auf derselben Fläche.
-> Nutzpflanze, -> Reinkultur, -> Monokultur
Mittelwald Wald mit forstlicher Nutzung zwischen Hoch- und Niederwald. Während ein Teil der Bäume bzw. deren Stockausschläge kurzfristig immer wieder genutzt werden, läßt man einzelne Bäume durchwachsen. Diese haben eine dem Hochwald ent-sprechende Umtriebszeit.
-> Hochwald, -> Niederwald
Molluskizid Chemischer Stoff zur Bekämpfung von Weichtieren (z. B. Muscheln, Schnecken)
-> Biozid, -> Pestizid
Monitoring Einsatz von Indikator-Organismen zur Bestimmung von Umweltveränderungen z.B. der Menge von schädlichen Stoffen oder der Intensität eines Störfaktors in der Umwelt.
-> Erfolgskontrolle, -> Indikator-Organismen
Monokultur Langjährig wiederholter, alleiniger Anbau einer ein- oder mehrjährigen Pflanzenart auf derselben Fläche.
-> Reinkultur, -> Mischkultur
monomiktisch Seen, deren Wasser einmal im Jahr vollständig umgewälzt wird.
-> Zirkulation
Moor Nasser Lebensraum durch dessen feuchtigkeitsliebende Vegetation sich unter dem Einfluß der Niederschläge oder des Bodenwassers eine Massenanhäufung kohlenstoffreicher Zersetzungsprodukte (Torf) bildet (lebendes Moor) oder gebildet hat (totes Moor).
-> Flachmoor, -> Niedermoor, -> Bodenart
Mulchschnitt Grünlandschnitt, bei dem das Mähgut auf der Fläche verbleibt.

nach oben N

Nachhaltigkeit

1. In der Landwirtschaft: Die Fähigkeit eines lebenden Systems, bei Nutzung und Ausgleich der Verluste dauerhaft gleiche Leistungen zu erbringen, ohne sich zu erschöpfen.

2. In der Forstwirtschaft: Das Streben und die Forderung nach stetiger und optimaler Bereitstellung sämtlicher materiellen und immateriellen Wald-leistungen zum Nutzen gegenwärtiger und zukünftiger Generationen.

-> Standortproduktivität

Nährstoffe Für die Ernährung der Pflanzen notwendige Nährsalze (z. B. Kalium, Calcium, Magnesium) und Spurenelemente. Je nach dem Nährstoffgehalt des Bodens spricht man von einem eutrophen (nährstoffreichen), mesotrophen (mäßig nährstoffreichen) oder oligotrophen (nährstoffarmen) Standort.
-> Trophie, -> trophischer Zustand
natürlich 1. Der Natur zugehörig (als Eigenschaft).

2. Stufe des Natürlichkeitsgrades.

-> Natur, -> Natürlichkeitsgrad

Natürlichkeitsgrad Abstufung des menschlichen Einflusses auf ein Ökosystem oder eine Biozönose.

In Anlehnung an WESTHOFF werden unterschieden:

natürlich: Ohne direkten Einfluß entstanden, vom Menschen nicht verändert;

naturnah: Ohne direkten menschlichen Einfluß entstanden, durch menschliche Einflüsse nicht wesentlich verändert;

halbnatürlich:Unter menschlichem Einfluß entstanden und von diesem Einfluß abhängig aber nicht absichtlich geschaffen, (z. B. Streuwiesen, Trockenrasen, viele Zwergstrauchheiden);

naturbetont:Zusammenfassung der drei vorausgehenden Kategorien;

anthropogen: Vom Menschen bewußt geschaffen und von ihm vollständig abhängig
-> Ökosystem, -> Natur, -> natürlich, -> Hemerobiestufen

Natur Gesamtheit der nicht vom Menschen geschaffenen belebten und unbelebten Erscheinungen.
-> natürlich
naturbetont -> Natürlichkeitsgrad
Naturdenkmale Definition nach § 24 (1) NatSchG:

Gebiete mit einer Fläche bis zu 5 ha (flächenhafte Naturdenkmale) oder Einzelbildungen der Natur (Naturgebilde), deren Schutz und Erhaltung

1. aus wissenschaftlichen, ökologischen, naturgeschichtlichen, landeskundlichen oder kulturellen Gründen,

2. zur Sicherung von Lebensgemeinschaften oder Lebensstätten bestimmter Tiere und Pflanzen oder

3. wegen ihrer Eigenart, Seltenheit oder landschaftsypischen Kennzeichnung

erforderlich sind, können durch Rechtsverordnung zu Naturdenkmalen erklärt werden.

Verordnende Behörde ist die untere Naturschutzbehörde (Landratsamt)
-> Landschaftsschutzgebiete, -> Naturparke -> Naturschutzgebiete

naturfern -> Natürlichkeitsgrad
Naturgut In der Natur für die Nutzung verfügbarer Stoff oder Organismus: Boden, Bodenschätze, Luft, Wasser, Pflanzen und Tiere.
Naturhaushalt Allgemeine Bezeichnung für das Beziehungs- und Wirkungsgefüge von Lebewesen und ihrer unbelebten Umwelt in der Biospäre oder Teilen davon.
-> Natur, -> Landschaftshaushalt, -> Ökosystem, -> Biosphäre
naturnah -> Natürlichkeitsgrad
naturnaher Waldbau Begründung, Pflege und Ernte von Wäldern mit dem Ziel, ökologische Stabilität und Gleichmäßigkeit der Waldfunktionen durch Wahl der Baum-arten und des Bestandsaufbaus gemäß der potentiellen natürlichen Vegetation zu erreichen.
-> Waldbau
Naturparke Definition nach § 23 (1) NatSchG:

Großräumige Gebiete, die nach einem fachlichen Entwicklungsplan (§ 2 Abs1 Nr.2 des Landesplanungsgesetzes) als vorbildliche Erholungslandschaften zu entwickeln und zu pflegen sind und die

1. überwiegend sich durch Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft auszeichnen,

2. wegen ihrer naturausstattungsich für die Erholung größerer Bevölkerungsteile besonders eignen und

3. nach den Grundsätzen und Zielen der Raumordnung und Landesplanung bestimmt werden,

können durch Rechtsverordnung zu Naturparken erklärt werden.
-> Landschaftsschutzgebiete, -> Naturdenkmale -> Naturschutzgebiete

Naturraum Physisch-geographische Raumeinheit mit typischen Landschaften, Bio- und Ökotopen.
-> Landschaft, -> Biotop, -> Ökotop
Naturraum-potential Leistungsfähigkeit eines Naturraumes hinsichtlich verschiedener Nutzungen.
-> Naturschutzpotential
Naturschutz

1. Gesamtheit der Maßnahmen zur Erhaltung und Förderung von Pflanzen und Tieren wildlebender Arten, ihrer Lebensgemeinschaften und natürlichen Lebensgrundlagen sowie zur Sicherung von Landschaften und Landschaftsteilen unter natürlichen Bedingungen.

2. Im allgemeinen Sprachgebrauch auch:

Kurzbezeichnung für Naturschutz und Landschaftspflege

-> Artenschutz, -> Grünordnung, -> Landschaft, -> Landschaftspflege, -> Landschaftsplanung

Naturschutzgebiete Definition nach § 21 (1) NatSchG:

Gebiete in denen im besonderen Maße der Schutz von Natur und Landschaft in ihrer Ganzheit oder in einzelnen Teilen

1. aus wissenschaftlichen, ökologischen, naturgeschichtlichen, landeskundlichen oder kulturellen Gründen,

2. zur Erhaltung von Lebensgemeinschaften oder Lebensstätten bestimmter Tier- und Pflanzenarten oder

3. wegen der Vielfalt, Eigenart oder Schönheit ihrer naturhaften Ausstattung.

erforderlich ist, können durch Rechtsverordnung zu Naturschutzgebieten erklärt werden.

Verordnende Bhörde ist die untere Naturschutzbehörde (Landratsamt).

-> Landschaftsschutzgebiete, -> Naturdenkmale -> Naturparke

Naturschutzpotential Leistungsfähigkeit eines Raumes hinsichtlich seiner Bedeutung für den Naturschutz
Naturwaldreservat =

Naturwaldzelle

Durch Rechtsvorschriften geschützte Waldfläche, die der Erhaltung, Ent-wicklung und Erforschung naturnaher Waldökosyteme dient; wirtschafts-bestimmte Eingriffe sind ausgeschlossen. Naturwaldreservate werden in Baden-Württemberg als Bannwälder, in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland als Naturwaldzellen bezeichnet.
-> Bannwald, -> Erholungswald, -> Schutzwald, -> Urwald, -> Naturwaldzelle
Naturwaldzelle Naturwaldreservat
Neophyt Pflanzenart, die in historischer Zeit eingeführt wurde und Bestandteil der betrachteten Flora ist.
-> Flora
Neozoen Tierarten, die in historischer Zeit eingeführt wurden und Bestandteil der betrachteten Fauna sind.
-> Fauna
Nichtholzbodenfläche Umfaßt alle nicht bestockten Flächen, Wege und Schneisen über 5m Breite, sofern diese Flächen vorwiegend der forstlichen Nutzung dienen.
-> Holzbodenfläche, -> Wald
Niedermoor = Flachmoor -> Flachmoor
Niederterrasse Aus würmzeitlich-holozänen Rheinschottern aufgebaute Ebene, in die sich der Rhein eingeschnitten hat.
-> Hochgestade, -> Hochufer, -> Niederung
Niederung Durch die Hochufer begrenzter Bereich in dem sich der Rhein in die Niederterrasse eingetieft hat.
-> Aue, -> Altaue, -> Überflutungsaue, -> Hochgestade, -> Hochufer, -> Niederterrasse
Niederwald Bewirtschaftungsform des Waldes, bei der kurzfristig (ca. alle 15 - 25 Jahre) die Bäume bzw. deren Stockausschläge genutzt werden.
-> Hochwald, -> Mittelwald
Nützling Tierart, die durch ihre Ernährungweise Auftreten und Vermehrung bestimmte schädliche Pflanzen- und Tierarten begrenzt.
-> Pflanzenschutz
Nutzpflanze Vom Menschen ganz oder teilweise genutzte Wild- oder Kulturpflanze.
-> Kulturpflanze, -> Wildpflanze
Nutzungsintensität Maß für die Summe der zur Förderung der Ertragsleistung eingesetzten Aufwendungen.
-> Nachhaltigkeit

nach oben O

Ödland Land- und forstwirtschaftlich nicht kultiviertes, ertragsloses und daher nicht genutztes Land.
-> Unland
Ökologie Wissenschaft vom Stoff- und Energiehaushalt der Biosphäre bzw. ihrer Untergliederungen (z. B. Ökosysteme) sowie von den Wechselwirkungen ihrer Bewohner untereinander und mit ihrer abiotischen Umwelt.

Unterteilung nach dem Bezugsobjekt:

1. Autökologie (Ökophysiologie):

Wissenschaft von den Wechselwirkungen zwischen Individuen und Umwelt.

2. Populationsökologie (Demökologie):

Wissenschaft von den Wechselwirkungen der Individuen innerhalb einer Population und zwischen dieser und ihrer Umwelt

3. Synökologie:

Wissenschaft von den Wechselwirkungen zwischen den in einer Bio-zönose zusammenlebenden Arten untereinander und mit ihrer Umwelt.

-> Biospäre, -> Umwelt, -> Population, -> Biozönose, -> Ökosystem

ökologische Amplitude Maximale Spanne zwischen zwei Werten eines ökologischen Faktors, inner-halb derer eine Art gemäß ihrer ökologischen Potenz existieren kann.
-> ökologische Potenz, -> ökologischer Faktor
Ökologische Flutung Anbindung von Altaueflächen an die natürliche Stromdynamik mit der Gewährleistung einer bestimmten mittleren jährlichen Überflutungs-häufigkeit.

Ökologische Flutungen sind mit der Wasserführung des Stomes (z.B. Rhein) korrespondierende Durchflutungen von Rückhalteräumen. In Dauer und Intensität sind sie vergleichbar mit den natürlichen Ausuferungen eines Gewässers.

-> Altaue

ökologische Planung Planung mit dem vorrangigen Ziel der Sicherung des biologischen und technischen Umweltschutzes, die schädigende Einflüsse von Landnutzung und Technik auf die natürlichen Lebensgrundlagen von Mensch, Tier und Pflanzen verhindert, vermindert oder beseitigt.
-> Grünplanung, -> Landschaftsplanung, -> Umweltschutz
ökologische Pufferkapazität -> Belastbarkeit
ökologische Valenz -> ökologische Amplitude
ökologischer Faktor: - Standortfaktor

- Umweltfaktor

Abiotisches Ökosystem-Element einschließlich der von ihm ausgehenden Wirkung.

Primäre ökologische Faktoren sind:

sichtbare (Licht) und unsichtbare Strahlung, Wärme, feuchte, chemische Substanzen und mechanische Einwirkungen.

Sekundäre oder integrierte ökologische Faktoren sind:

Klima, Relief und Boden bzw. Substrat.

-> Ökosystem,-> ökologische Amplitude, -> ökologische Potenz

ökologisches Gleichgewicht Innerhalb einer bestimmten Zeitspanne konstanter Zustand des Ausgleichs zwischen den verschiedenen physikalischen, chemischen und biologischen Wechselbeziehungen sowie Energie-, Stoff- und Informationsflüssen in einem Ökosystem oder einer Landschaft.
-> Ökosystem
Ökonomie Wissenschaft von den Beziehungen zwischen Aufwand und Ertrag bei der Erzeugung von Gütern und Dienstleistungen.
-> Nachhaltigkeit, -> Ökologie
Ökosystem Funktionelle Einheit der Biosphäre als Wirkungsgefüge aus Lebewesen, unbelebten, natürlichen und vom Menschen geschaffenen Bestandteilen, die untereinander und mit ihrer Umwelt in energetischen, stofflichen und informatorischen Wechselwirkungen stehen.
-> Biospäre, -> Ökologie, -> Natur, -> Natürlichkeitsgrad, -> Umwelt, -> Biotop, -> Ökotop
Ökoton Saumbiotop, Übergangsbereich zwischen verschiedenen Landschafts-elementen. Hier ist das Angebot an Lebenserfordernissen (Nahrung, Kleinklima, Deckung) oft größer als in den sich anschließenden Landschaftselementen.
-> Biotop
Ökotop Räumliche Ausprägung eines Ökosystems.
-> Ökosystem, -> Biotop, -> Landschaft, -> Naturraum
Ökotoxikologie Wissenschaft von den Wirkungen schädlicher Stoffe auf Ökosysteme oder Teile von ihnen.
-> Ökosystem
Ökotyp Durch natürliche Selektion entstandene Teilpopulation einer Tier- und Pflanzenart mit erblich bedingter Anpassung an bestimmte Standortbedingungen in ihrem Verbreitungsgebiet.
-> Areal
oligotroph -> Nährstoffe, -> Trophie

nach oben P

Pelagial Freiwasserzone eines Gewässers.
-> Seegliederung
Pestizid Chemischer Stoff, der bestimmte Tiergruppen abtöten kann und zu deren Bekämpfung eingesetzt wird.
-> Pflanzenschutzmittel, -> Akarizid, -> Bakterizid, -> Fungizid, -> Herbizid, -> Insektizid, -> Molluskizid, -> Rodentizid
Pfeifengraswiese Einschürige oder nur sporadisch genutzte Wiese auf mageren, wechselfeuchten bis wechseltrockenen (Knollendistel-Pfeifengras-Wiese [Cirsio-tuberosi-Molinietum arundinaceae]) oder feuchten bis nassen, periodisch überfluteten (Fenchel-Pfeifengras-Wiese [Oenantho-lachenalii-Molinietum]), kiesig sandigen, lehmigen bis tonigen, anmoorigen Böden. Benannt nach dem Pfeifengras (Molinea caerulea).
-> Streuwiese
Pflanzenbau Anbau, Pflege und Vermehrung von Kulturpflanzen durch Maßnahmen des Ackerbaues, der Düngung und des Pflanzenschutzes, einschließlich Ernte und Aufbereitung.
-> Kulturpflanze
Pflanzengesellschaft -> Assoziation, -> Pflanzensoziologie
Pflanzenschutz Physikalische, chemische und biologische Maßnahmen zur Begrenzung des Befalls bzw. der Entwicklung pflanzlicher und tierischer Schadenserrreger in Pflanzenbeständen und Ernteprodukten auf den Bereich unterhalb der wirtschaftlichen Schadenssschwelle. Zum Pflanzenschutz gehören auch Quarantänemaßnahmen zur Verhütung der Einschleppung und der Ausbreitung bestimmter Schadorganismen.
-> Integrierter Pflanzenschutz, -> Nützling, -> Schädling, -> Unkraut
Pflanzensoziologie = Vegetations-kunde = Vegetationsökologie Lehre von den Pflanzengesellschaften. Sie befaßt sich mit

1. Gesellschaftssystematik, die auf floristischen Kriterien aufbaut und die Vegetationseinheiten nach Art eines hierarchischen Systems klassifiziert.

2. Gesellschaftshaushalt, Bedeutung der abiotischen und biotischen Standortfaktoren.

3. Gesellschaftsentwicklung, Studium der Gesellschaftsfolgen am Standort.

4. Gesellschaftsverbreitung, Lehre von der Verbreitung der Pflanzen auf der Erde.

5. Gesellschaftsgeschichte, Erforschung der erdgeschichtlichen Wand-lungen der Pflanzengesellschaften.

-> Pflanzengesellschaft, -> Sukzession, -> Assoziation

Phanerogamen Bezeichung für alle höheren Pflanzen die Blüten ausbilden und sich mit Samen fortpflanzen.
-> Kryptogamen
Pioniervegetation

1. Vegetation, die kurzlebige Standorte (z. B. trockenfallende Ufer) be-siedeln kann und sich durch einen stark verkürzten Lebenszyklus aus-zeichnet. Ihre gesamte Entwicklung von der Keimung bis zur Samenreife dauert nur wenige Wochen.

2. Vegetation, die neu enstandene Standorte (z. B. Kiesgruben) besiedelt und im Verlaufe der Sukzession durch andere Pflanzenarten abgelöst wird.

-> Sukzession, -> Sekundärvegetation

Planfeststellungsverfahren

Was ist ein Planfeststellungsverfahren?

Plankton Lebensform der Organismen, die sich schwebend oder schwimmend im freien Wasser halten, deren Eigenbewegung aber nicht ausreicht sie von der Wasserbewegung unabhängig zu machen.
Plenterwald Wald, in dem ständig alle Altersstufen vom einjährigen bis zum fällbaren Baum auf derselben Fläche gemischt vorkommen. Die forstliche Nutzung erfolgt durch Einzelstammentnahme.
-> Femelschlag
Pleustal Grenzzone eines Gewässers zwischen Wasser und Luft.
-> Seegliederung
Population Gesamtheit der Individuen einer Art mit gemeinsamen genetischen Gruppenmerkmalen innerhalb eines bestimmten Raumes.
-> Verbreitung, -> Biozönose
Populationsaustausch Austausch von Individuen zwischen verschiedenen Populationen der gleichen Art.
-> Population
Populationsökologie -> Ökologie
Potamal Zone des Tieflandsflusses; Bereich mit wärmerem und sandig-schlammigen Ablagerungen am Boden; Abschnitt entspricht der Cyprinidenregion.
-> Fließgewässergliederung, -> Cyprinidenregion, -> Salmonidenregion, -> Rhithral
potentielle natürliche Vegetation (pnV) Vegetation, die sich aufgrund der Umweltbedingungen eines Standortes von selbst einstellt, wenn der menschliche Einfluß ausgeschaltet wird. Die pnV ist je nach den zu unterschiedlichen Zeiten (z. B. Steinzeit, Gegenwart) an einem bestimmten Standort herrschenden Umweltbedingungen unter-schiedlich.
-> heutige potentielle natürliche Vegetation,-> heutige natürliche Vegetation
primäres Ökosystem Natürlich enstandenes Ökosystem
-> Ökosystem
Produktion (im biologischen Sinn) Erzeugung und Umformung von Biomasse in Organismen sowie in Popula-tionen, Biozönosen, oder Ökosystemen

1. Primärpoduktion: Erzeugung pflanzlicher Biomasse (Phytomasse) durch Photo- oder Chemosynthese.

2. Sekundärproduktion: Erzeugung tierischer Biomasse (Zoomasse) durch Assimilation von Phytomasse.

3. Bruttoproduktion ist jeweils die gesamte Erzeugung, Nettoproduktion ihr vom Produzenten nicht verbrauchter Anteil.

-> Biomasse, -> Konsument, -> Produktivität, -> Produzent

Produktivität Produktionsrate (Produktion pro Zeiteinheit) von Biomasse in einem Öko-system oder Teilen davon; auch: Fähigkeit zur Produktion, ausgedrückt in der Produktionsrate.
-> Biomasse, -> Produktion, -> Nachhaltigkeit
Produktivitätspotential Unter den gegebenen Bedingungen (Klima, Boden) erreichbare Produktivität
->
Produktivität
Produzent

1. Organismus mit der Fähigkeit zur Erzeugung und Umformung von Biomasse.

2. Autotropher Organismus, der aus anorganischen Substanzen mittels Sonnenenergie (photoautotroph) oder chemischer Energie (chemo-autotroph) organische Substanzen (Phytomasse) aufbauen kann (Primärproduzent). Heterotropher Organismus, dessen Produktion auf Erzeugnissen der Primärproduzenten bzw. auf der (Netto-) Primärproduktion beruht (Sekundärproduzent).

Pufferzone Landstreifen zwischen Schutzgebiet und durch den Menschen intensiv genutzter Landschaft (Intensivlandschaft, Siedlungs- und Industriegebiete, Verkehrswege) zur Dämpfung schädlicher Einflüsse auf das Schutzgebiet.

nach oben Q

Querriegel Natürliche oder künstliche (z. B. Hochwasserdämme, Verkehrswege), mehr oder weniger senkrecht zur Fließrichtung liegende Wälle, die den Abfluß des Hochwassers in der Überflutungsaue behindern.
-> Überflutungsaue

nach oben R

Ramsar-Konvention Weltweite Konvention zum Schutz von Feuchtgebieten Internationaler Bedeutung, insbesondere als Lebensraum für Wat- und Wasservögel. Sicherung der nachhaltigen Nutzbarkeit. In BRD seit 1976 in Kraft. Umsetzung im wesentlichen durch die EG Vogelschutz-Richtlinie.
-> Berner Konvention, -> Bonner Konvention, -> Washingtoner Artenschutzübereinkommen, -> EG Vogelschutz-Richtlinie, -> FFH-Richtlinie
Randsenke Oft versumpfte oder vermoorte Bereiche der Niederung am Fuße des Hochufers.
-> Hochufer, -> Hochgestade, -> Niederung, -> Niederterrasse

Raumordnungsverfahren

Was ist ein Raumordnungsverfahren?

Regeneration Die Fähigkeit von Ökosystemen, eine durch Extremfaktoren hevorgerufene Änderung in Struktur und Funktion nach Aufhören einer Störung rückgängig zu machen und den vor dem negativen Einfluß herrschenden Zustand wiederherzustellen.
-> Ökosystem, -> Renaturierung, -> Rekultivierung
Reinbestand Vorkommen von nur einer Baumart auf derselben Waldfläche.
-> Wald
Reinkultur Anbau nur einer Kulturpflanze auf einem Feldstück.
-> Monokultur, -> Mischkultur
Rekultivierung Die Wiederherstellung der Vegetation, wenn notwendig unter Formung eines geeigneten Reliefs, auf Halden, Kippen, Deponien, in Kiesgruben, Steinbrüchen und Tagebaugebieten.
-> Regeneration, -> Renaturieung
Renaturierung Wiederherstellung eines naturnahen Zustandes.
-> Regeneration, -> Rekultivierung, -> Natürlichkeitsgrad

Retention

Einsatz zum Hochwasserrückhalt

Rheinhauptdamm = Haupthochwasserdamm -> Haupthochwasserdamm, -> Rheinhauptdamm, -> Rheinseitendamm, -> Sommerdamm
rheophil Organismen die sich mit Vorliebe in stark strömenden Gewässern aufhalten. Beispiele für rheophile Fischarten sind: Äsche, Bachforelle, Barbe, Elritze, Döbel, Hasel und Nase.
-> limnophil, -> stagnophil
Rheinseitendamm Damm direkt am Ufer des Rheins z. B. im Bereich der Staustufen. Der Rheinseitendamm hat die Funktion des Haupthochwasserdammes.
-> Haupthochwasserdamm, -> Rheinhauptdamm, -> Rheinseitendamm, -> Sommerdamm
Rheinseitengraben Graben luftseits des Rheinseitendammes. Er hat die Aufgabe Druckwasser abzuführen. Dies ist besonders im Staustufenbereich erforderlich, da hier der Wasserspiegel des aufgestauten Rheins teilweise erheblich über dem Niveau des angrenzenden Geländes liegt.
-> Rheinseitendamm, -> Haupthochwasserdamm
Rhitrhal Bachregion mit kühlerem Wasser und kiesig-sandigem Untergrund; Abschnitt entspricht der Salmonidenregion.
-> Fließgewässergliederung, -> Salmonidenregion, -> Cyprinidenregion, -> Potamal
Rodentizid Chemischer Stoff zur Bekämpfung von Nagetieren.
-> Pestizid
rollierendes System Zeitlich und räumlich getrennte Pflege von Teilflächen eines Biotops mit dem Ziel, zur gleichen Zeit unterschiedliche Habitatstrukturen zu erhalten (z. B. abschnittsweise Mahd von Hochwasserdämmen).
-> Habitat, -> Biotop
Rote Liste Auflistung von Arten (Pflanzen/Tiere), die regional oder überregional durch die Einwirkung des Menschen unterschiedlich stark gefährdet oder vom Aussterben bedroht sind. Auflistung in unterschiedlichen Kategorien. Im Falle der Roten Liste der Farne und Blütenpflanzen Baden-Württemberg lauten sie wie folgt.

Gefährdungskategorie 0: Ausgestorben oder verschollen

1: Vom Aussterben bedroht

2: Stark gefährdet

3: Gefährdet

4: Potentiell durch Seltenheit gefährdet

5: Nicht gefährdet aber schonungsbedürftig

Ruderalfläche Dauernd oder häufig durch menschlichen oder natürlichen Einfluß gestörte Fläche, die ursprünglich oder zeitweise pflanzenarm ist. Der Standort ist verhältnismäßig nährstoffreich und besitzt keine ausgeprägte Horizontbildung im Boden. Beispiel für Ruderalflächen sind Müllhalden, Abfallhaufen, Hofplätze und Trümmerstellen.

nach oben S

Salmonidenregion = Flußregion Zusammenfassung der Forellen-, und Äschenregion in der Fließgewässergliederung.
-> Fließgewässergliederung, -> Forellenregion, -> Äschenregion, -> Rhithral, -> Potamal
Salmoniformes = Salmoniden Lachsfische; zugehörige Arten sind z.B.: Lachs, Meerforelle, Bachforelle, Äsche.
-> Cypriniformes
Sandlückensystem Lebensraum im Sand des Ufers und des Grundes von Gewässern. Im weiteren Sinne gehören auch Sandböden in terrestrischen Lebensräumen dazu.
-> Interstitialraum, -> interstitielle Fauna
Saprobiensystem Zusammenstellung von Organismen, die Indikatorfunktion für den Grad der Belastung durch Abwässer in einem Vorfluter haben.

Man unterscheidet

polysaprobe Zone = Güteklasse IV (stärkste Verunreinigung)

a -mesosaprobe Zone = Güteklasse III (starke bis mittlere Verunreinigung)

b -mesosaprobe Zone = Güteklasse II (mittlere bis geringe Verunreinigung)

oligosaprobe Zone = Güteklasse I (geringe Verunreinigung)

katharobe Zone (ohne Abwasserbeeinflussung)

-> Bioindikation, -> Indikator-Organismen

Schädling Tierart, die durch ihre Fraß- und Saugtätigkeit sowie durch Bildung von Schadstoffen die Entwicklung von Nutzpflanzen beeinträchtigt oder ver-hindert, die Vorräte bis zur Vernichtung schädigt und durch Übetragung von Krankheiten eine Gefährdung darstellt.
-> Pflanzenschutz, -> Nützling
Schlagflur Vegetation, die sich auf künstlich (Kahlschlag) oder natürlich (Windwurf) entstandenen Waldverlichtungen entwickelt.
Schluten Linienförmige Geländeeintiefungen die nur bei höheren Grundwasserständen und/oder höheren Abflüssen im Hauptgewässer Wasser führen.
Schonwald "Schonwald ist Wald, in dem eine bestimmte Pflanzengesellschaft oder ein bestimmter Bestandsaufbau zu erhalten oder zu erneuern ist. Die Forst-behörde legt Bewirtschaftungsmaßnahmen mit Zustimmung des Waldbesitzers fest." (§ 32 (3) LWaldG)
-> Bannwald, -> Naturwaldreservat, -> Naturwaldzelle, -> Schutzwald, -> Erholungswald, -> Urwald
Schutzwald Durch Rechtsverordnung in der Nutzung eingeschränkte Waldfläche, die dem Schutz des Bodens, des Grundwassers, der Sicherung der Frischluftzufuhr für Siedlungen, dem Schutz von Sonderkulturen, der Abwehr oder Verhütung von Emmissionen sowie dem Schutz vor Erosion durch Wind, Wasser oder Schnee dient.
-> Bannwald, -> Naturwaldreservat, -> Naturwaldzelle, -> Schonwald, -> Erholungswald, -> Urwald
Sedimentation Ablagerung der vom Wasser mitgeführten Schwebstoffe, Sande und Kiese auf dem Gewässergrund und in der Überflutungsaue in Abhängigkeit von der Strömungsgeschwindigkeit.
-> Überflutungsaue
See Stillgewässer mit meist mehr als fünf Meter Tiefe. Es besitzt im Sommer zwei Schichten: das kühlere, dichtere Tiefenwasser und das warme, leichtere Oberwasser.-> Tümpel, -> Teich, -> Weiher, -> Stagnation, -> Zirkulation
Seegliederung Seen lassen sich in verschiedene Lebensräume gliedern. In die Bodenzone (Benthal), die Freiwasserzone (Pelagial) und die Grenzzone zwischen Wasser und Luft (Pleustal). Bezüglich der Eindringtiefe des Lichtes kann eine weitere Untergliederung in die pflanzenbewachsene Uferzone (Litoral) und den pflanzenfreien Tiefenbereich (Profundal) erfolgen. Das Litoral lässt sich untergliedern in die Spritzwasserzone (Supralitoral), den Bereich der den Wasserstandsschwankungen ausgesetzt ist (Eulitoral) und den ständig wasserbedeckten Bereich (Sublitoral).
Segregation Tendenz verschiedener Arten in einem Lebensraum, sich in ihren ökolo-gischen Ansprüchen zu unterscheiden.
-> Art, -> Biotop, -> Ökologie
Sekundärbiotop Von einer Art besiedelter Lebensraum, der nicht dem ursprünglichen (primären) Biotop dieser Art entspricht; meist von Menschenhand geschaffen.
-> Biotop,-> Art
sekundäres Ökosystem Von Menschenhand geschaffenes Ökosystem.
-> Ökosystem, -> primäres Ökosystem
Sekundärvegetation Vom Menschen mitbestimmte Vegetation anstelle der heutigen natürlichen Vegetation (z. B. Wiesen statt Wälder, Wirtschaftswälder statt Urwälder).
-> Vegetation, -> Ersatzgesellschaft, -> Pioniervegetation
Selbstreinigung Fähigkeit von Fließgewässern durch das Zusammenwirken der Flora und Fauna im Wasser enthaltene Abfall-, Nähr- und Mineralstoffe abzubauen bzw. abzulagern.
-> Flora, -> Fauna
Sommerdamm Damm zum Schutz landwirtschaftlich genutzter Flächen vor den in der Regel niedrigeren Sommerhochwässern. Von den höhreren Winterhochwassern wird der Damm überströmt.
-> Haupthochwasserdamm, -> Rheinhauptdamm, -> Rheinseitendamm, -> Sommerdamm
Sozialbrache Aus wirtschaftlichen und oder sozialen Gründen längerfristig nicht genutzte landwirtschaftliche Fläche.
-> Brache, -> Brachland
Sprungschicht -> Metalimnion
Stabiltität (eines Ökosystems) Eigenschaft eines Ökosystems, die seine Funktionen in einem Fließgleich-gewicht aufrechterhält.
-> Ökosystem, -> Sukzession
Stagnation Stabile Schichtung horizontal übereinanderliegender, sich meist in der Temperatur unterscheidender Wassermassen in einem See während des Sommers (Sommerstagnation) oder des Winters (Winterstagnation).
-> Zirkulation
stagnophil -> limnophil
Standortfaktor -> ökologischer Faktor
Standortproduktivität Ertragsfähigkeit eines Standortes in Abhängigkeit von den ökologischen Bedingungen.
standortsheimisch Bezeichnung für Arten, die sowohl aus autökologischer, als auch aus synökologischer Sicht für einen bestimmten Standort typisch sind. Im engeren Sinne sind damit diejenigen Arten gemeint, die für einen bestimmten Standort typisch sind und der heimischen, naturräumlichen Flora angehören. Beispiel: Während die Schwarpappel (Populus nigra) für die Rheinaue standortsheimisch ist, ist die Hybridpappel (Populus canadensis) nur standorttypisch. Sie kommt zwar mit den Standortverhältnissen zurecht, enthält aber aufgrund von Kreuzungen mit ausländischen Pappeln für die Rheinaue nicht heimisches Genmaterial.
-> Art, -> Ökologie, -> Autökologie, -> Synökologie, -> standortstypisch
standortstypisch Bezeichnung für Arten die aus autökologischer Sicht für einen bestimmten Standort typisch sind. Beispiel: Die Schwarzpappel (Populus nigra) und die Hybridpappel (Populus canadensis) sind standorttypisch für die Weichholzaue und die tiefe Hartholzaue.
-> standortsheimisch
Staunässe Von Niederschlägen abhängiges Wasser, das sich in einem an sich wasserdurchlässigen Boden über einer undurchlässigen Schicht ansammelt.
stenök Bezeichnung für Organismen, die keine große Schwankungsbreite der Umweltfaktoren vertragen, sondern an ganz bestimmte Quantitäten von Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Licht, Bodenchemismus usw. oder Qualitäten wie Bodenstruktur und Nahrung angepaßt sind und daher nur in bestimmten Biotopen oder Biotopstellen vorkommen.-> Biotop, -> euryök
Streuobstwiese Einzelbäume, Baumgruppen, Baumreihen oder flächenhafte Hochstamm-bestände von Obstbäumen auf Wiesen.
Streuwiese Feucht- oder Naßwiese zur Gewinnung von Einstreu für Haustiere. Die Streuwiese wird nicht gedüngt und nur einmal pro Jahr, im Herbst gemäht, wenn ihr Aufwuchs bereits strohig geworden ist.
-> Pfeifengraswiese
Sublitoral Ständig wasserbedeckter Bereich der Uferzone eines Gewässers.-> Seegliederung
submers Unter Wasser lebende Pflanzen und Tiere.-> emers
Sukzession Zeitliche Aufeinanderfolge von Arten bzw. Lebensgemeinschaften eines Biotops, die von einem Pionierstadium zu einem sich selbst erhaltenden Stadium des Fließgleichgewichtes (Klimax) führt.
-> Biotop, -> Biozönose, -> Stabilität
Supralitoral Spritzwasserzone eines Gewässers die nur äußerst selten überflutet wird.
-> Seegliederung
Synökologie -> Ökologie

nach oben T

Teich Von Menschen geschaffenes Dauerstillgewässer mit regulierbarem Zu- und Abfluß.
->
Tümpel, -> See, -> Weiher
Totholz Abgestorbene Gehölze und Teile von Gehölzen.
Trittsteine Inselhafte Biotope oder Inseln, die einer sich ausbreitenden Population als Zwischenstation dienen, um weitere Entfernungen zu überbrücken.
-> Population, -> Biotop
Trockenbiotop Von Wassermangel geprägte Lebensstätte einer Biozönose.
-> Biotop, -> Biozönose
Trophie Grad der Versorgung eines Ökosystems mit verfügbaren Nährstoffen.

oligotroph - geringe Nährstoffversorgung

mesotroph - mittlere Nährstoffversorgung

eutroph - reichliche Nährstoffversorgung

-> Nährstoffe, -> Ökosystem, -> trophischer Zustand

trophischer Zustand Zustand eines terrestrischen oder aquatischen Standortes in Bezug auf seine Versorgung mit Nährstoffen.
-> Trophie, -> Nähstoffe
Trockenrasen Niederwüchsige, z. T. lückige Rasen auf flachgründigen (meist basenreichen) Böden an der Trockengrenze des Waldes (primäre Vorkommen

z. B. in Felsbereichen oder auf Schotter- und Sandböden) oder sekundär an Stelle von Flaumeichenwäldern und anderen Trockenwäldern durch Bewei-dung oder Mahd entstanden. Die sekundären Vorkommen sind oft mit Halbtrockenrasen vergesellschaftet, wobei es fließende Übergänge zwischen diesen beiden Biotoptypen gibt.

Tümpel Zeitweilig austrocknende Stillgewässer.
Tulladamm Im Zuge der Rheinkorrektion durch TULLA errichteter Damm. Heute meist funktionslos
-> Haupthochwasserdamm, -> Rheinhauptdamm, -> Rheinseitendamm, -> Sommerdamm

nach oben U

Überflutungsaue Zwischen dem Rhein und dem Haupthochwasserdamm liegende Niederungsteile der Aue, die regelmäßig vom Rhein überflutet werden.
-> Aue, -> Haupthochwasserdamm, -> Niederung
Ubiquist Lebewesen ohne besondere Bindung an einen bestimmten Lebensraum.
Umwelt Umgebung von Organismen und ihren Gemeinschaften mit der Gesamtheit der auf sie einwirkenden Einflüsse.
-> Biotop, -> Ökosystem, -> Umweltschutz
Umweltfaktor = ökologischer Faktor -> ökologischer Faktor
Umweltschutz Gesamtheit der Maßnahmen zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen und der Gesundheit des Menschen einschließlich ethischer und ästhetischer Ansprüche vor schädigenden Einflüssen von Landnutzung und Technik.

a) Biologischer Umweltschutz (= ökologischer Umweltschutz, besser Naturschutz und Landschaftspflege).

b) Technischer Umweltschutz

Einsatz technischer Maßnahmen zur Vorbeugung und Verminderung schädigender Einflüsse der Technik auf die natürlichen Lebensgrundlagen und die Gesundheit des Menschen.

-> Landschaftspflege, -> Naturschutz, -> Umwelt, -> Umweltschutztechnik

Umweltschutztechnik Für den Umweltschutz eingesetzte technische Maßnahmen.
-> Biotechnik, -> Umweltschutz
Unkraut Aus der Sicht des Nutzers unerwünschte Wildpflanze sowie spontan auf-wachsende Kulturpflanze in einem Nutzpflanzenbestand.
-> Kulturpflanze, -> Nutzpflanze, -> Wildkraut, -> Wildpflanze
Unland Land- und forstwirtschaftlich nicht nutzbares Land.
-> Ödland
Urwald Vom Menschen nicht beeinflußter Wald
-> Hochwald, -> Mittelwald, -> Niederwald, -> Schonwald, -> Bannwald, -> Plenterwald

nach oben V

Vega -> Brauner Auenboden
Vegetation Gesamtheit der Pflanzengesellschaften eines Gebietes.
-> Pflanzengesellschaft
Vegetationsaufnahme Tabellarisch angeordnete Artenliste einer Pflanzengesellschaft, aus der die Schichtung sowie die Werte für Deckungsgrad und Geselligkeit jeder ein-zelnen Art auf einer bestimmten Fläche zu ersehen sind.
-> Pflanzengesellschaft
Vegetationsökologie = Vegetationskunde -> Pflanzensoziologie
Verbreitung = Verbreitungsgebiet Geographisch gekennzeichnetes Vorkommen von Organismenarten.
-> Areal
Verinselung Isolierung von Teilbiotopen durch die Anlage von Barrieren (z. B. Ackerflächen, Verkehrswege).

nach oben W

Wald Eine Pflanzengemeinschaft, die vornehmlich aus Bäumen besteht, die im Reifealter mindestens 5 m hoch werden (in subpolaren und subalpinen Zonen auch 3 m), sowie deren Verjüngungs- und Anwuchsphasen; neben Bäumen können strauchartige, krautartige und niedere Pflanzen den Bestand bilden.

Eine bestimmte Landfläche, auf der Forstprodukte und forstliche Infrastrukturleistungen erzeugt werden.

Rechtlich eine Landfläche, die als Wald unter den bestehenden Gesetzen ausgewiesen ist und den entsprechenden gesetzlichen Vorschriften unterliegt.

-> Waldbau, -> Forstwirtschaft, -> Holzbodenfläche, -> Nichtholzbodenfläche

Waldbau Planmäßige Begründung, Erziehung, Pflege Nutzung und Verjüngung von Wäldern zur Erreichung der Betriebs-und Wirtschaftsziele, Schutzfunktionen und Sozialleistungen unter Beachtung der Nachhaltigkeit.
-> Wald, -> Forstwirtschaft, -> Nachhaltigkeit
Washingtoner Artenschutzübereinkommen Weltweites Übereinkommen zum Schutz gefährdeter Arten wildlebender Tiere und Pflanzen vor deren übermäßiger Nutzung durch den internationalen Handel. In BRD seit 1976 in Kraft. Umsetzung durch EG-Verordnung.
-> Berner Konvention, -> Bonner Konvention, -> Ramsar-Konvention, -> EG Vogelschutz-Richtlinie, -> FFH-Richtlinie
Wasserstufe = Feuchtestufe -> Feuchtestufe
Wassergüte Qualität des Wassers
-> Gewässergüte
wechselfeucht Überwiegend feuchter, gelegentlich austrocknender Standort.
-> Feuchtestufen
wechselnaß Überwiegend nasser, gelegentlich austrocknender Standort.
-> Feuchtestufen
wechseltrocken Überwiegend trockener, gelegentlich feuchter oder nasser Standort.
-> Feuchtestufen
Weichholzaue Zone der Überflutungsaue, die regelmäßig und langfristig überflutet wird. Die Weichholzaue ist in Bezug auf Häufigkeit, Dauer und Mächitgkeit der Über-flutungen der extremste Standort, auf dem Gehölze wachsen können. Typische Baumart des Weichholzauenwaldes ist die Silberweide.
-> Überflutungsaue, -> Hartholzaue
Weiher Flaches Dauerstillgewässer, das sich in der heißen Jahreszeit durch und durch erwärmt.
-> Tümpel, -> Teich, -> See
Wildkraut Krautige Wildpflanze
-> Wildpflanze, -> Nutzpflanze, -> Kulturpflanze
Wildpflanze Wildwachsende, in ihrer Entwicklung und Verbreitung nicht durch den Menschen gezielt beeinflußte Pflanzenart.
-> Nutzpflanze, -> Kulturpflanze
Wuchsort -> Fundort -> Standort

nach oben X

nach oben Y

nach oben Z

Zirkulation In der Limnologie großräumige vertikale Umschichtung des Wassers von Seen durch den Wind als Antriebskraft. Eine Zirkulation ist nur möglich, wenn im See keine stabile thermische Schichtung besteht. Dies ist in den gemäßigten Breiten im Frühjahr und Herbst der Fall. In Abhängigkeit von Häufigkeit und Vollsständigkeit der Durchmischung gibt es unterschiedliche Zirkulationstypen.
-> Stagnation, -> See, ->  amiktisch, -> monomiktisch, -> dimiktisch -> meromiktisch, -> holomiktisch
zonal Die zonale Vegetation einer Landschaft ist das natürliche Endstadium ihrer Entwicklung und wird vom Großklima und nicht von standörtlichen Gegebenheiten bestimmt.
-> azonal
Zonierung Räumliche Abfolge von Lebensgemeinschaften entlang eines Standortgradienten (z. B. Bodenfeuchte, Korngröße, Überflutungsdauer).
-> azonal
 
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Letzte Änderung: 03.06.2008