Hochwasserrückhaltung
Hochwasser am Oberrhein können durch folgende Maßnahmen zurückgehalten werden
Polder
Dammrückverlegungen
Wehre
Sonderbetrieb der Rheinkraftwerke
Polder
Polder werden bei erhöhten, in international festgelegten Betriebsanweisungen genau festgelegten Rheinabflüssen über Einlaßbauwerke geflutet. Der Flutungsvorgang wird so gesteuert, dass Rheinwasser den Polder in ständiger Bewegung durchfließt und zeitlich verzögert durch das Auslaßbauwerk wieder zurück in den Rhein strömt.
Dammrückverlegungen
Durch eine Dammrückverlegung stehen dem Rhein wieder natürliche Überflutungsflächen zur Verfügung. Er kann dort ungehindert über seine Ufer treten. Mit steigendem Wasserstand im Rhein fließt zunehmend Wasser ins Gelände und läuft zeitlich verzögert wieder in den Rhein zurück.
Sonderbetrieb der Rheinkraftwerke
In der ausgebauten Rheinstrecke zwischen Basel und Straßburg wird der Rheinablfuß zwischen den Kraftwerkskanälen und dem ursprünglichen Rhein aufgeteilt. Im Falle eines Hochwassers wird bei dem sogenannten "Sonderbetrieb der Rheinkraftwerke" der Durchfluß in den Kraftwerkskanälen gedrosselt, so dass hier ein Hochwasserrückhalt erfolgt und fast der gesamte Rheinabfluß durch das alte Rheinbett fließt. Dadurch erhöhen sich dort die Wasserstände und das Wasser kann in die angrenzenden Überschwemmungsgebiete fließen.
Wehre
Mit Wehren kann der Wasserstand im Rheinbett und in den Flächen oberhalb der Wehre nach einer festgelegten Betriebsanweisung gesteuert werden. Das Hochwasser wird durch ein Wehr aufgestaut und kann zusätzlich oberhalb des Wehres in die angrenzenden Überschwemmungsgebiete fließen.
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