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Hochwasserschutz Rheinhausen


Hochwasserschutzmaßnahmen in der Rheinschlinge Rhinau

Große Hochwasserereignisse am südlichen Oberrhein führen zu einer vollständigen Überflutung des Rheinvorlandes (Rheinwald). Ausgehend von den hohen Wasserständen im Rhein entwickelte sich ein Rückstau des Inneren Rheins, ausgehend von der früheren Dammlücke zwischen den Hochwasserdämmen V und VI in Richtung Rheinhausen. Gefährdet waren der westliche Ortsrand von Rheinhausen und ein großer landwirtschaftlicher Betrieb.

Vergangene große Hochwasser reichten bereits bis an die Ortsränder der Ortsteile Oberhausen und Niederhausen heran. Insbesondere die Hochwassersituation im Mai 1999 und im August 2007 unterstrich die Notwendigkeit, den Hochwasserschutz für die Gemeinde Rheinhausen zu verbessern.

Dies ist auch das Ziel der Maßnahme „Hochwasserschutz Rheinhausen“ des Regierungspräsidiums Freiburg. Der Schutzgrad nach Fertigstellung der Baumaßnahme entspricht mindestens einem 200-jährlichen Hochwasserschutz.

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Das Konzept

Damit sich bei den Unterliegern, insbesondere in den Räumen Karlsruhe, Mannheim und Ludwigshafen sowie weiter rheinabwärts die Hochwassergefahr durch das Schließen der Dammlücke nicht weiter verschärft, wurden die Hochwasserdämme IV und V nach Osten verlegt und für ein 200-jährliches Hochwasser im Restrhein ausgebaut.

Konkret wurde der angestrebte Hochwasserschutz für die Gemeinde Rheinhausen durch den Anschluss des rückverlegten Hochwasserdamms V an den Hochwasserdamm VI und ein Pumpwerk am Inneren Rhein sichergestellt. Der bisherige Hochwasserdamm VI wurde hierzu um ca. 300 m bis zum geplanten Pumpwerk verlängert.

Am Pumpwerk wird zukünftig bei größeren Hochwasserabflüssen des Rheins die Lücke zwischen den Dämmen V und VI durch ein Regelungsbauwerk (Schütz) verschlossen und damit der Rückstau vom Rhein her in das Gebiet östlich des neuen Hochwasserdammes V verhindert. Ab dann wird das Pumpwerk betrieben und das im Inneren Rhein zufließende Wasser (Mühlbach, Ameise, zulaufendes Grundwasser und Ortsentwässerung Rheinhausen) über den Damm gefördert.

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Realisierungszeitraum und Kosten des Projektes

In den Jahren 1999 - 2004 wurde die Maßnahme geplant und im Dezember 2004 der Planfeststellungsantrag beim Landratsamt Emmendingen eingereicht.
Der Planfeststellungsbeschluss erging im August 2006.

Die bauliche Ausführung der gesamten Maßnahme erfolgte von Ende 2006 bis Mai 2011.

Die Kosten für die Baumaßnahme belaufen sich auf knapp 20 Mio. €.
Die Finanzierung erfolgt durch das Land Baden-Württemberg und die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes.

 

B 31 West
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Letzte Änderung: 25.11.2011