Grundwasser
Neben den Oberflächengewässern nennt die WRRL auch das Grundwasser als zentrales Handlungsobjekt, für das bis 2015 der „gute Zustand“ erreicht werden soll. Das Grundwasser soll ebenso wie die Oberflächengewässer geschützt, verbessert und saniert werden. Eine Verschlechterung des Zustands der oberirdischen Gewässer und des Grundwassers ist zu verhindern.
Grundwasserkörper wurden auf Grundlage der 14 in Baden-Württemberg vorkommenden „Hydrogeologischen Teilräume“ abgegrenzt. In Abhängigkeit der Belastungssituation wurden im Rahmen der Bestandsaufnahmen (2004) 23 gefährdete Grundwasserkörper (gGWK) aus diesen Grundwassereinheiten „herausgeschnitten“.
Im Rahmen der Bestandsaufnahme 2004 und der seither durchgeführten Fortschreibung wurden die maßgeblichen Nutzungen und Belastungen im Bereich Grundwasser analysiert. Diese sind:
Stoffeinträge aus:
- Punktquellen
- Altlasten, u. a.
- Diffusen Quellen
- Nitrat
- Pflanzenschutzmitte
- Chlorid (Salz)
- Wasserentnahmen
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der flächenhafte diffuse Eintrag von Nitrat aus landwirtschaftlichen Bereichen, insbesondere aus dem Ackerbau, die wesentliche Belastung des Grundwassers darstellt. Im Regierungsbezirk Freiburg wurden daher fünf Grundwasserkörper infolge zu hoher Nitratwerte und ein Grundwasserkörper wegen zu hohen Chloridwerten als gefährdet abgegrenzt.
Die Belastungsschwerpunkte wurden durch die Einrichtung von Arbeitskreisen auf Ebene der Regierungspräsidien abschließend identifiziert und der gGWK-spezifische Handlungsbedarf und entsprechende Maßnahmen erarbeitet.
Bezüglich der Mengenbewirtschaftung bestehen keine Gefährungen. In Baden-Württemberg ist die Entnahme von Grundwasser weit geringer als die natürliche Neubildung aus dem Niederschlag. Der Grundwasserschatz ist allerdings nicht gleichmäßig über das Land verteilt, so dass zum Ausgleich vier große überregionale Fernwasserversorgungen betrieben werden.
Für jeden gefährdeten Grundwasserkörper (gGWK) wurde ein umfassender Bericht über die Gefährdungslage und möglichen Maßnahmen erstellt. Nachstehende Karte zeigt die gGWK.
Durch Klicken auf einen gGWK sind die jeweiligen Berichte abrufbar:

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