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Vierte Säule

Soziale Nachhaltigkeit für eine zukunftsfähige gesellschaftliche Entwicklung

Freiheit, Eigenverantwortung und Subsidiarität sichern die Menschenwürde. Die Vorrangstellung unseres Landes beruht auf Bürgersinn, intakten sozialen Strukturen und vielfältigem ehrenamtlichen Engagement. Darauf gilt es aufzubauen.

Erziehung und Bildung sind das Fundament für eine zukunftsfähige gesellschaftliche Entwicklung. Wir wollen der jungen Generation ein Leben auf gesicherter Basis in einem sozialen Miteinander ermöglichen. Im Sinne der Vorsorge wichtig ist, bereits bei der frühkindlichen Förderung anzusetzen, in der Schule ein friedliches Miteinander zu unterstützen und dafür zu sorgen, dass die Jugendlichen nach der Schule einen Ausbildungs- und Arbeitsplatz finden. Alle Kinder und Jugendlichen müssen dieselben Chancen haben. Das Regierungspräsidium ist durch seine Bündelungsfunktion prädestiniert, bei den zentralen Themen Integration sowie Gewalt- und Suchtprävention tätig zu werden.

Nach dem Umgang mit den Alten und Schwachen bemisst sich die Humanität unseres Gemeinwesens. Zugleich hängt die Belastung der Leistungsträger durch Solidarleistungen für die Hilfsbedürftigen maßgeblich davon ab, ob und inwieweit diese zur Selbsthilfe bereit und in der Lage sind. Gegenseitige Solidarität müssen wir fördern.

Daneben sichert die Integration der bei uns dauerhaft lebenden Migranten in unsere Gesellschaft den sozialen Frieden und stärkt unser Entwicklungspotenzial.


a) Frühkindliche Förderung

  • Vermittlung des Orientierungsplans, zusätzliche Förderung im letzten Kindergartenjahr durch das Projekt „schulreifes Kind“
  • Arbeitskreis zur Förderung der Zusammenarbeit Kindergärten - Grundschulen unter Beteiligung von Erzieherinnen, Grundschullehrkräften, Schulpsychologen, Schulräten und Referenten der Schulabteilung mit dem Ziel, ein Handbuch zu erstellen und die Einrichtungen zu beraten
  • Gezielter Einsatz des Ausgleichstocks zur stetigen Verbesserung der räumlichen Situation der Kindergärten im Bezirk

b) Optimierung der Unterstützungssysteme für den erfolgreichen Übergang Schule - Ausbildung - Beruf

  • Weiterer Ausbau von Maßnahmen zur Förderung der Berufsorientierung und Sicherung der Ausbildungsfähigkeit
  • Flächendeckende Förderung von Kooperationen Schule - Wirtschaft, hierzu Forcierung unterstützender Partnerschaften und bestehender Arbeitskreise in Wirtschaft, Schule und Verwaltung
  • Installation und flächendeckender Ausbau von Leuchtturmprojekten, z. B. Berufsorientierung an Gymnasien in Kooperation mit der Agentur für Arbeit oder Zertifizierung durch die Landesstiftung bei besonderer Qualifikation von Schulen („Berufswahlsiegel“)
  • Verbreitung in der Öffentlichkeit durch gezielte aktive Pressearbeit, öffentliche Informationsveranstaltungen/Vortragsreihen z. B. "Kein Abschluss ohne Anschluss", Fortsetzung von Forum 7 zur Gewährleistung eines ständigen Austauschs zwischen den am Schulleben Beteiligten

c) Gewährleistung der Einhaltung der Gesetze und Hilfen für wirklich Bedürftige und Schwache

  • Sorge für bedarfsgerechte und zugleich wirtschaftlich arbeitende Einrichtungen des Gesundheitswesens (Krankenhäuser, Notfallrettung)
  • Sicherung der Menschenwürde in bedrängter Lage durch eine leistungsfähige Pflegeinfrastruktur und effektive Heimaufsicht
  • Förderprogramme zur Stärkung der Selbsthilfe, Unterstützung für pflegende Angehörige, Information und Anstöße zu ehrenamtlichem Engagement sowie Beratung von Trägerinstitutionen; Sicherung des wirkungsvollen Einsatzes der Mittel
  • Unterstützung des solidarischen Zusammenlebens z. B. durch Bewusstmachen, dass rüstige Bürger nach ihrem Berufsleben noch einmal Verantwortung als gute Nachbarn übernehmen sollten, Anerkennung herausragender Leistungen dieser Art

d) Gewalt- und Suchtprävention, Integration

  • Sammlung und Veröffentlichung herausragender und erfolgreich durchgeführter Projekte zu Integration sowie Gewalt- und Suchtprävention auf der Homepage als Ideenbörse zur flächendeckenden Verbreitung, z. B. Infomobil „Moses“ (Mobile Sucht-, Gewalt- und Verkehrsprävention an Emmendinger Schulen)
  • Informationsveranstaltungen und Vorträge (RP-Forum)
  • Etablierung von Sportaktionstagen
  • Förderung der Integration der Migranten durch das Bereitstellen von Sprachkursen mit Berufsorientierung, da diese Kombination den Schlüssel zur Teilhabe am geselllschaftlichen und Berufsleben bildet.  
     
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Letzte Änderung: 08.07.2011