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23.07.2010

Hoher Zuschuss für Abwasserprojekte der Gemeinde Kleines Wiesental

Regierungspräsidium sendet Förderbescheide mit einer Gesamtsumme von über 760.000 EUR


Die neue Gemeinde Kleines Wiesental muss kräftig in ihre Abwasserentsorgung investieren und ist dazu auf eine Landesförderung angewiesen, zumal sie bereits jetzt recht hohe Wasser- und Abwassergebühren hat: Mit über 6 EUR pro Kubikmeter belegt sie einen unerfreulichen 26. Platz in der „Gebührenhitliste“ aller Gemeinden des Landes.

Dafür profitiert sie in diesem Jahr aber von einer ungewöhnlich hohen Förderung. Für zwei Projekte erhält sie 80 % der Projektkosten als Zuschuss vom Land. Zwei weitere Vorhaben werden mit 37,1 % bezuschusst. Für ein Projekt liegt der Fördersatz bei 50 %. „Das ist ein einmaliger Vorgang, eine ähnliche Kumulierung gab es bislang im Abwasserbereich nicht“, so der zuständige Referent im Freiburger Regierungspräsidium, Michael Fackler. Bürgermeister Gerd Schönbett kann sich demnächst über Förderbescheide für fünf einzelne Maßnahmen in Höhe von insgesamt 763.200 EUR freuen, um folgende Projekte umzusetzen:

Der Anschlusssammler Kläranlage Neuenweg-Bürchau wird mit 261.000 EU bezuschusst; der Sammler Kläranlage Bürchau-Langensee erhält eine Zuwendung von 348.000 EUR; in die Erneuerung des Regenwasserkanals Sallneck fließen 42.300 EUR, die Fremdwasserbeseitigung Kleines Wiesental ist dem Land 70.500 EUR wert, und das Strukturgutachten Abwasserentsorgung Wies kann mit 13.800 EUR gefördert werden.
Zudem ist die Gemeinde Mitglied im Abwasserverband Mittleres Wiesental, der für einen Parallelsammler um Langenau einen Zuschuss in Millionenhöhe erhalten hat, der Anteil des Kleinen Wiesentals daran beläuft sich auf 116.343 EUR. Rechnet man dies hinzu, erhöht sich die gesamte Landesförderung in diesem Jahr auf über 850.000 EUR.

Alle 6 Einzelprojekte hängen damit zusammen, dass die sanierungsbedürftigen Kläranlagen Neuenweg und Bürchau stillgelegt und an die Verbandskläranlage Steinen angeschlossen werden sollen – das Abwasser in größere Einheiten zu behandeln ist auf die Dauer wirtschaftlich und abwassertechnisch sinnvoller. Daher wurden auch Stilllegung und Anschluss der Anlage Sallneck bereits 2009 bezuschusst. Die Erneuerung des Regenwasserkanals in Sallneck kann sinnvoller Weise mit der Sanierung der Kreisstraße verbunden werden, was erhebliche Kosten spart. Damit das vorhandene Kanalsystem ausreicht muss die zur Kläranlage Steinen abzuleitende Fremdwassermenge minimiert werden, wozu  die jetzt bezuschusste Fremdwasserbeseitigung dient. Der Entlastung des Verbandssammlers dient der Bau des Parallelsammlers um Langenau. Mit dem „Strukturgutachten Abwasserentsorgung Wies“ soll noch untersucht werden, ob auch die kleine Kläranlage im Ortsteil Wies ebenfalls an die Verbandskläranlage Steinen angeschlossen werden kann.

“Diese hohe Fördersumme ist auch ein Ausdruck der Verbundenheit des Regierungspräsidiums Freiburg und des Landes Baden-Württemberg mit der Gemeinde Kleines Wiesental. Wir kommen damit auch unserer Zusage nach, die Zusammenschlussgemeinde, die finanziell nicht auf Rosen gebettet ist, zu unterstützen“, so Regierungspräsident Julian Würtenberger.


gez. Joachim Müller-Bremberger

 

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Letzte Änderung: 23.07.2010