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26.01.2012
Runder Tisch Feldberg sucht Lösungen
Der „Runde Tisch Feldberg“ richtet eine Arbeitsgruppe zur Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs und eine andere Gruppe zur Sicherheit und Flüssigkeit des Verkehrs für Rettungswagen und Busse am Feldberg ein. Bereits vor der Sommerpause sollen erste Ergebnisse vorliegen. Zusätzlich wird ein Gutachten in Auftrag gegeben, um Vorschläge für ein Gesamtkonzept für eine nachhaltige Entwicklung der Tourismusregion Feldberg auszuarbeiten. Die Ausarbeitung dieses Gutachtens, ebenfalls von einer Arbeitsgruppe begleitet, wird auf ca. 12 Monaten veranschlagt. Dies erklärten die beiden Vorsitzenden des Runden Tisches Feldberg, Regierungspräsident Julian Würtenberger und Landrätin Dorothea Störr-Ritter, nach der ersten Sitzung am Montag im Regierungspräsidium Freiburg.
Ausgangslage für den Runden Tisch ist die Entscheidung der Landesregierung, sich nicht an einer Finanzierung eines Parkhauses am Feldberg zu beteiligen. Statt dessen soll ein Verkehrskonzept entwickelt werden, um dort auf eine Entlastung vom Individualverkehr hinzuwirken; an guten Skitagen kommt es im Einzugsbereich der Skilifte regelmäßig zu teilweise chaotischen Verkehrsverhältnissen. Verkehrsminister Winfried Hermann hatte daher den Freiburger Regierungspräsidenten gebeten, mit allen beteiligten Akteuren vor Ort an einem Runden Tisch eine abgestimmte Konzeption für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung am Feldberg auszuarbeiten. Weil auch der Kreistag des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald ein fachlich übergreifendes Entwicklungskonzept für den Feldberg auf den Weg bringen wollte, haben sich Regierungspräsident Julian Würtenberger und Landrätin Dorothea Störr-Ritter auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt. Beide Behördenchefs sind nun gleichberechtigte Vorsitzende einer Lenkungsgruppe, zu dessen Mitgliedern auch die Bürgermeister des Liftverbundes Feldberg, Rainer Fritz, St. Blasien, Andreas Wießner, Todtnau und Stefan Wirbser, Feldberg sowie die Landräte der Landkreise Lörrach und Waldshut, Walter Schneider und Tilman Bollacher gehören. Der für den Feldberg zuständige Landtagsabgeordnete Reinhold Pix und Vertreter der betroffenen Ministerien sind weitere Mitglieder dieses Runden Tisches. Je nach Themenstellung wird der Kreis der Mitglieder erweitert.
Die Arbeitsgruppe „Verbesserung des Angebots im öffentlichen Nahverkehr“ soll den Ist-Zustand aufnehmen, bereits vorhandene Gutachten auf Verbesserungsvorschläge prüfen, eine Liste möglicher Verbesserungsmaßnahmen einschließlich deren Wirkungsgrad anfertigen, die zusätzlichen Kosten abschätzen und denkbare Finanzierungsmöglichkeiten aufzeigen. Beteiligt werden neben den Bürgermeistern des Liftverbundes die Landrätin und ihre beiden Kollegen aus Lörrach und Waldshut sowie Vertreter der Deutschen Bahn, der SüdbadenBusgesellschaft, des Regio Verkehrsverbunds Freiburg und des Regierungspräsidiums.
Die zweite Arbeitsgruppe „Sicherheit und Flüssigkeit des Verkehrs für Rettungswagen und Busse“ soll ebenfalls Vorschläge der vorhandenen Gutachten aufgreifen und Maßnahmen zur Freihaltung von Fahrspuren auf Straßen und Wendekreisen entwickeln sowie den personellen und finanziellen Aufwand abschätzen. Die betroffenen Ortspolizeibehörden, die unteren und höheren Verkehrsbehörden sowie die zuständigen Polizeibehörden werden zu diesem Arbeitskreis hinzugezogen.
Die dritte Arbeitsgruppe wird dann zusammentreten, wenn der Runde Tisch den Gutachterauftrag für das Gesamtkonzept einer nachhaltigen Entwicklung am Feldberg definiert hat. Im Spannungsfeld zwischen Natur und Individualverkehr, ÖPNV und Ökonomie/Tourismus sind insbesondere die Herausforderungen des Klimawandels, die Energie-, Wasser- und Ökoeffizienz des Tourismusbetriebs, Probleme des tourismusbedingten Verkehrs, der Komfort und die Kundenzufriedenheit sowie die Angebots- und Produktentwicklung aufzugreifen. Diese Arbeitsgruppe wird weitere Teilnehmer aus den Bereichen Tourismus, Ökologie, Verkehr und der Ökonomie beteiligen.
Regierungspräsident Julian Würtenberger sieht in dem gemeinsam eingeschlagenen Weg sowohl das Anliegen des Landes aufgegriffen, so schnell wirksame Maßnahmen zu ergreifen, als auch den Wunsch der Gemeinden nach einer Gesamtschau für die langfristige Entwicklung des Tourismus am Feldberg berücksichtigt. Für Landrätin Störr-Ritter bietet das in Auftrag zu gebende Gutachten für ein integriertes Gesamtkonzept am Feldberg die Chance, den landesweit bedeutsamen Tourismus am Feldberg langfristig zu sichern.
gez. Joachim Müller-Bremberger
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