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27.01.2012

Neue Machbarkeitsstudie zu A 98-Trassenvarianten

Regierungspräsidium informiert über das weitere Vorgehen


Das Regierungspräsidium hat gestern in Freiburg die Auftraggeber der Machbarkeitsstudie zur A 98 darüber informiert, wie die bereits angekündigte Prüfung der neuen Talvariante erfolgen soll. Der Landkreis Waldshut, der Regionalverband Hochrhein-Bodensee, die Städte Bad Säckingen und Wehr sowie die Schluchseewerke AG hatten die Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Die Beteiligten sind sich einig, dass das Konzept planerisch vertieft werden soll, um einen Vergleich mit den vom Regierungspräsidium bisher geprüften Varianten zu ermöglichen. Bei dem Gespräch dabei waren auch die Stadt Rheinfelden, die Gemeinde Schwörstadt und der Landkreis Lörrach.

Bisherige Untersuchungen einer Taltrasse
Im bisherigen Planungsprozess hatte das Regierungspräsidium bereits Untersuchungen zu einer Trasse im Rheintal durchgeführt. Von den fünf geprüften Varianten stellte sich die sog. modifizierte Stefanslochtrasse mit einem Dinkelbergabstieg östlich von Schwörstadt im Tunnel und Einhausungen bei Brennet als die vorzugswürdige Taltrasse heraus. Der anschließende Vergleich mit einer durchgehend auf dem Dinkelberg verlaufenden Trasse führte zu dem Ergebnis, dass die Bergtrasse nach Abwägung aller Vor- und Nachteile wegen geringerer Immissionsbelastungen und Bau- und Unterhaltungskosten vorzuziehen war. Zudem weist die Stefanslochtrasse im Bereich Brennet für eine Autobahn relativ enge Kurvenradien auf. Nach der Durchfahrung von Brennet kann die Stefanslochtrasse im Raum Bad Säckingen sowohl in die südliche Bergseetrasse, als auch in die Röthekopftrasse weitergeführt werden, wobei letztere Variante relativ hohe Bau- und Unterhaltungskosten verursacht.

Neue Aspekte der Machbarkeitsstudie
Die jetzt vorgelegte Machbarkeitsstudie führt im Bereich des Dinkelbergs östlich von Schwörstadt die Trasse in einem Einschnitt ins Tal. Im Bereich Brennet sind keine Einhausungen vorgesehen. Des weiteren wird dort die bisher von den Straßenplanern als Zwangspunkt angesehene Bahnlinie in das Naturschutzgebiet „Wehra-Mündung“ und das angrenzende Gewerbegebiet verlegt. Dadurch könnten anders als bei der Stefanslochtrasse autobahngerechte Kurvenradien erreicht werden. Nach der Durchfahrung von Brennet überwindet die Trasse in einem kurzen und einem langen Tunnel die Steigung zum Röthekopf.

Prüfprogramm zur Herstellung der Vergleichbarkeit
Das Regierungspräsidium wird den neuen Trassenvorschlag in der gleichen Tiefe wie die bereits geprüften Varianten untersuchen. Die in der Machbarkeitsstudie vorgesehenen Geländeeinschnitte, Dammlagen und Stützmauern werden im Hinblick auf die städtebaulichen und naturschutzfachlichen Erfordernisse geprüft und eventuelle Optimierungen ausgearbeitet, Lärm- und Schadstoffwirkungen ermittelt und die Notwendigkeit von Lärmschutzwänden und Einhausungen untersucht. Weiter sind die Eingriffe in das Naturschutzgebiet „Wehra-Mündung“ und in die ökologischen Funktionsbeziehungen zu bewerten und schließlich die Kosten u. a. für den Tunnelaufstieg zum Röthekopf sowie für die Verlegung der Bahnlinie zu ermitteln.

Auf der Strecke zwischen Karsau und Murg ergeben sich durch Verknüpfung einzelner Variantenteile insgesamt fünf zu prüfende Trassenkombinationen (siehe Grafik in der Pressemitteilung des Regierungspräsidiums vom 20. Januar). Eine dieser Kombinationen wäre die Fortführung der neuen Variante mit einer Trasse südlich des Bergsees. Dies erfordert die Prüfung eventueller Beeinträchtigungen der Heilquellen bei Bad Säckingen.
Das Ergebnis des Variantenvergleichs wird das Regierungspräsidium nach Ostern den Auftraggebern, Kommunalvertretern, Abgeordneten und Bürgerinitiativen vorstellen.


gez. Joachim Müller-Bremberger

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Pressereferent

Joachim Müller-Bremberger
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Letzte Änderung: 27.01.2012